Jump to content


Lizenzvertrag

#1

    Neues Mitglied

  • Mitglieder
  • Pip
  • 1 Beiträge:
Hallo und Guten Abend!

Ich stecke in Schwierigkeiten und zwar: im Sommer 2009 habe ich die Lizenz unterschrieben ohne darauf zu achten dass ich mich verpflichtet habe innerhalb eines Jahres nach Vertragsabschluss auch das Ergänzungs-Paket von zu kaufen. Die Realitäg hat mich dann im Sommer 2010 eingeholt, indem ich ´ne Rechnung von netto € 3.400 zzg. MwSt. €646,00 insgesamt € 4.046,00 bekam.
Die ganze Veranstaltung fand damals in einem Hotel in München zur späten Stunde statt. Der "Verkäufer " drängte regelrecht indem er nur "heute und jetzt " den Nachlass gewähren kann... Das ganze schien alles zu atraktiv zu sein. Ich musste allerding noch zusätzlich etliche Untensilien dazu kaufen, um die Bücher produzieren zu können. Insgesamt fielen Gesamtausgaben über € 5000,00 und nur knappe
€ 120,00 als Umsatz konnte in dem Jahr verbuchen. Das ich vielleich nicht dazu geboren bin, habe ich bereits mit ausgegebem Geld verbüßt. Wie kann ich aus diesem Dilemma rauskommen und nicht noch über € 4000 zahlen zahlen zu müssen. Im Vertrag steht dass ich immer Nahzahlung verschieben kann. Das habe ich bis Januar 2011 auch ausgenützt und um die Verlängerun gebeten. Aber könnte ich mich da weiter rausreden oder ganz rauskommen???

P.S. In kurzem Gespäch mit einem Rechtsanwalt habe ich Antwort bekommen, dass es überhaupt nicht möglich sei. Stimmt es?

Geschrieben am: 25 Oktober 2010 - 08:36

Oleka

#2

    Rechtsanwalt, FA für gewerblichen Rechtsschutz

  • Administratoren
  • PipPipPip
  • 51 Beiträge:
  • Gender:Male
Sehr geehrter Anfrager,

grundsätzlich gilt, dass geschlossene Verträge einzuhalten sind. Ergeben sich aus dem Vertrag keine Möglichkeiten, sich von diesem einseitig zu trennen (Kündigung), verbleiben nur die gesetzliche Möglichkeit zur einseitigen Beendigung des Vertrages. Diese könnten sich beispielsweise aus dem Anfechtungsrecht oder den gesetzlichen Widerrufs- bzw. Rücktrittsrechten ergeben. Ob solche Möglichkeiten in Ihrem Fall (noch) gegeben sein könnten, ist fraglich und hängt auch davon ab, ob Sie wussten, dass Sie eine Verkaufsveranstaltung besuchen oder ob Sie dort unter "Druck" gesetzt wurden. Überlegt werden könnte auch, ob die Klausel für den "Nachkauf" wirksam vereinbart wurde. Allerdings ist davon auszugehen, dass der eingeschaltete Rechtsanwalt diese Möglichkeiten geprüft haben dürfte.

Geschrieben am: 26 Oktober 2010 - 07:53

Wittmaack
S.Wittmaack
Rechtsanwalt

#3

    Mitglied

  • Mitglieder
  • PipPip
  • 21 Beiträge:
  • Gender:Male
  • Location:Hannover
Als "Laie" würde ich sagen, da gibts nur eine Vertragsauflösung in beidseitigem Einvernehmen. Ob die "Verkäufer" sich darauf einlassen, erscheint mir jedoch mehr als fraglich...

Geschrieben am: 27 Oktober 2010 - 05:34

djmugge