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Schadenersatzansprüche/Gewährleistung

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Hallo,

ich bin selbstständiger Handwerksmeister und habe von einem Händler Dämmplatten mit m. E. einer falschen Druckfestigkeit geliefert bekommen. Aufgrund einer reklamierten Palette Dämmplatten wurden neue Dämmplatten nachgeliefert. Bei dieser Nachlieferung erhielt ich andere Dämmplatten, diese waren von ihrer Druckfestigkeit viel härter und hatten auch eine andere Farbe. Auf Anfragen erhielt ich die Auskunft das es schon mal zu farblichen Unterschieden kommen kann und das es in dieser Dämmstoffgruppe nur die eine Druckfestigkeit gibt. Auch würde der Zulieferer nur diese Dämmplatten verarbeiten. Ich habe dem Händler Proben der Platten geschickt.

Fakt ist: Ich habe drei Bauwerke mit diesen Dämmplatten abgeschlossen. Nun ruft mich der Händler an und bietet mir eine Entschädigung von über 70% an, als "Wiedergutmachung für falsch gelieferte Ware"! Dies hat der Zulieferer der Dämmplatten angeboten. Meine Frage welches Material denn geliefert wurde konnte der Händler auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht beantworten. Der Händler verweist immer auf den Zulieferer und das der sich nicht meldet. Die Angelegenheit zieht sich nun schon seit 2 Monaten, telefonisch und per E-Mail, hin. Ich gehe davon aus wenn ich schon so eine hohe Entschädigung angeboten bekomme, weiss der Zulieferer ganz sicher was da geliefert wurde.

Ich habe meinen Händler nun, per Einschreiben-Rückschein, eine Frist gesetzt und um entsprechende Informationen (Material-Druckfestigkeit-Wärmeleitfähigkeit) gebeten. Auch habe ich Gewährleistung/Schadensersatz geltend gemacht.
Per Faxantwort bestreitet der Händler nun bestätigt zu haben, dass mir falsches Dämmmaterial geliefert wurde und ich mich noch gedulden sollte bis sich hier der Zulieferer gemeldet hat.

Wie sieht denn hier die Rechtslage aus. Gewährleistung gegenüber meinen Kunden habe sicherlich ich. Ich werde die Dämmplatten nun von einen Prüfinstitut prüfen lassen um die Eigenschaften der Dämmplatten zu erfahren. Sollte sich nun herausstellen, dass diese wirklich die falschen Eigenschaften besitzen, wer haftet dann und wie sehen die weiteren Maßnamen diesbezüglich aus.
Hier müssten die Flachdächer komplett abgerissen und neu aufgebaut werden.

Wer muss für diese Kosten aufkommen?
Wie ist die Beweispflicht?
Muss beim Prüfinstitut auf irgendwas geachtet werden und speziell dokumentiert werden?
Muss ich nun den Händler auf Schadenersatz/Gewährleistung verklagen?
Zahlt dies die Rechtschutzversicherung (ich habe leider keinen Vertragsrechtschutz)?
Mit welchen Kosten ist hier zu rechnen und wie sehen die Chancen aus?


Vielen Dank und Gruß
Sunnybunny

Geschrieben am: 06 Mai 2011 - 10:08

Sunnybunny