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Speditionversand Transportschaden

#1

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hallo,

hab mal eine grundsätzliche frage:

wir versenden waren per spedition, wie ist es wenn ein nachbar des kunden diese gelieferte ware annimmt und auf der rollkarte unterschreibt.
der kunde prüft nach dem er die ware beim nachbarn geholt hat auf beschädigungen und stellt fest das diese defekt ist.

kann der kunde dies dann reklamieren?
der nachbar hat doch mit der unterschift den erhalt der ware im einwandfreien zustand unterschrieben wer haftet dafür??

bei dhl usw kann man das glaub 7 tage nach herhalt noch reklamieren bei speditionen ist das glaub anderst oder??

Geschrieben am: 22 Mai 2011 - 11:20

SWTuning

#2

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Guten Tag,

bei Transportschäden kommt es zunächst darauf an, ob der Kunde ein Verbraucher ist oder ein Unternehmer. Bei einem Verbraucher geht die Sachgefahr erst mit der Übergabe über, d.h. der Verkäufer haftet immer und ausnahmslos für die Transportschäden, selbst wenn der Käufer ihn oder die Spedition nicht innerhalb von 7 Tagen informiert.

Abgesehen davon muss sich der Empfänger regelmäßig die Erklärung eines Dritten zum Zustand der Waren nicht zurechnen lassen. Bei dem von Ihnen dargestellten Sachverhalt würde ich also unverbindlich davon ausgehen, dass eine Reklamation noch möglich ist, selbst wenn der Empfänger ein Unternehmer wäre.

Für eine definitive Aussage müsste man den Sachverhalt genau prüfen.

Mit freundlichen Grüßen,
Marco Rössel

Geschrieben am: 23 Mai 2011 - 11:26

Marco Rössel

#3

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guten tag,

dies kann ich nicht nachvollzeihen!!!

in den transportbedienungen die jafür alles speditionen gilt ,ich reden nicht von paketdienste wie dhl und ups oder ähnliches, das mit der unterschrift auf der rollkarte quittiert ist das die ware in einem einwandfreienzustand ausgeliefert wurde und auch angenommen.

man könnte doch dann ja noch 10 tage danach sagen ja diese z.b. stoßstange ist defekt angekommen obwohl der kunde diese kaputtgemacht hat.

wiegesagt ich reden nicht von dhl da ist die frist von 7 tage das ist richtig

hier mal ein text:

Transport durch Spedition

Bei dieser Transportart muss ebenfalls unverzüglich bei Warenanahme die Verpackung geprüft werden. Zeichnet hier der Empfänger dem Spediteur auf der sogenannten Rollkarte den Empfang der Ware kommentarlos gegen, so bestätigt er damit, die Ware in einem einwandfreien Zustand erhalten zu haben. Damit lässt sich eine spätere Reklamation nicht mehr argumentieren, denn der Schaden könnte auch ebenso gut später beuim Kunden entstanden sein. Hier gilt KEINE Meldefrist von 6 Werktagen!

Alle gesetzlichen Vorschriften über Speditionsgeschäfte unterliegen den Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp.). Hier sind auch die Pflichten bei der Ablieferung im §33 ausdrücklich beschrieben, ebenso die Haftungsgrenzen bei Beschädigungen und leider ist der Haftungsbetrag auf lediglich € 5,00 pro Kilogramm Rohgewicht der Sendung eingeschränkt. Es gilt folgendes:

Schäden müssen sofort auf der Rollkarte vermerkt werden. Daher ist bei der Annahme der durch eine Spedition angelieferten Ware auf eine sofortige, besonders gründliche Überprüfung der Verpackung zu achten. Die Unterschrikft auf der Rollkarte bestätigt nicht nur den Erhalt der Ware, sondern den Erhalt in einwandfreien Zustand!

Aus diesem Grunde möchten wir Sie und Ihre möglichen Kunden eindringlich bitten, bei Anlieferung durch Spedition unbedingt auf den Zustand der Verpackung zu achten. Prüfen Sie diese von allen Seiten, denn oft wird das Paket so platziert, dass evtl. Beschädigungen verdeckt werden, damit der Empfänger “rein quittiert” und so den Erhalt einer einwandfreien Ware bestätigt. Durch diese Empfangsbestätigung befinden sich dann sowohl Spediteur als auch der Lieferant nicht mehr in Haftung!

Geändert von SWTuning am: 25 Mai 2011 - 11:02


Geschrieben am: 25 Mai 2011 - 11:01

SWTuning

#4

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Guten Tag,

selbstverständlich haftet der Kunde für die [u]von ihm[/u] verursachten Schäden an der Ware. Als Verbraucher haftet er aber nicht für Transportschäden, selbst dann nicht wenn er die Ware als ordnungsgemäß in Empfang genommen hat. Dies deshalb, weil § 447 BGB beim Verbrauchsgüterkauf nicht gilt.

Marco Rössel

Geschrieben am: 26 Mai 2011 - 03:47

Marco Rössel