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Schulden unter Privatpersonen

#1

    Neues Mitglied

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Hallo ich bräuchte mal eine Auskunft. Und zwar handelt es sich um folgenden Fall:

Person A hat Person B einen Gegenstand in einem Versandhaus bestellt und in einer Summe bezahlt. Person B nutzt diesen Gegenstand nun regelmässig und es war vereinbart das die Gesamtsumme in Raten bei Person A abbezahlt wird. Nun wurde aber schon des öfteren nichts mehr gezahlt. Dann kam es zu einem Streit und nun hat Person A Angst das Geld nie mehr wieder zu sehen. Gibt es eine Möglichkeit das geld von B einzufordern? Wenn ja welche? Es kann ja aufgrund der Rechnung nachgewiesen werden das Person A die Ware gekauft und bezahlt hat und das Person B die Ware besitzt lässt sich ja auch nachweisen. Gibt es da überhaupt eine Chance noch an das geld zu kommen?

Ich hatte es überlegt mit einem sog. Schuldanerkenntnis, allerdings ist fraglich ob aufgrund der Streitsituation dieses unterschrieben wird. Dann weiß ich das Person B regelmässig Unterhaltszahlungen von Person C bekommt die auch Person A kennt, wäre es ggf. auch möglich das Person A von Person C die Forderung in Raten vom Unterhalt einbehält?

Ich hoffe das mir hier weitergeholfen werden kann.

Geschrieben am: 28 Mai 2011 - 08:47

angelina86

#2

    Rechtsanwalt, FA für gewerblichen Rechtsschutz

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Sehr geehrte angelina86,

grundsätzlich besteht die rechtliche Möglichkeit, von Person B das Geld für die Ware zu verlangen. Grundlage des Verlangens könnte ein Auftragsvertrag sein. Nachzuweisen wäre, dass der Auftrag für die Bestellung der Ware von B an A erteilt wurde.

Kann der Beweis eines entsprechenden Auftrages nicht geführt werden, könnte A von B noch die Herausgabe der Ware aufgrund des Eigentums an der Ware verlangen. Dies könnte B vielleicht dazu veranlassen, das Geld freiwillig zu bezahlen, weil B die Ware behalten will.

Ein Einbehalt von C gegenüber B für eine Forderung von A kommt nicht in Betracht, es sei den es liegt C ein gerichtlicher Beschluss der A für die Überweisung der Forderung von B vor. Um einen solchen Beschluss zu erwirkten, wäre ein Schuldanerkenntnis eine gute Grundlage.

Mit freundlichen Grüßen

S.Wittmaack

Geschrieben am: 30 Mai 2011 - 10:05

Wittmaack
S.Wittmaack
Rechtsanwalt