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Nachweispflicht der Urheberrechte bei journalistisch-redaktionellen Werken?

#1

    Mitglied

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Ich hatte schon die eine oder andere spezifische Frage zum Urheberrecht. Dabei ist mir beim Recherchieren in einer eigenen Sache folgende Frage liegen geblieben:

Muss ein Urheber, spätestens in einem Gerichtsverfahren, seine Urheberschaft in irgendeiner Form nachweisen? Wie muss dieser Nachweis aussehen? Kann der "Beklagte" in einem Verfahren nach § 826 BGB diesen Nachweis verlangen?

O.K. - das sind nun 3 Fragen aber dennoch sicherlich auch für andere nicht uninteressant.

Geschrieben am: 19 April 2012 - 08:26

djmugge

#2

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Grundsätzlich gilt nach § 10 UrhG die gesetzliche Vermutung der Urheberschaft. Wer auf einem Verfielfältigungsstück eines erschienenen Werkes als Urheber genannt wird gilt bis zum Beweis des Gegenteils als Urheber. Der Gegner muss dann also Beweis erbringen, dass jemand anderes Urheber ist.

Wenn keine Urheberschaftsvermutung vorliegt und der Gegner die Urheberschaft bestreitet muß bewiesen werden, dass man Urheber ist. Welche Anforderungen an das Bestreiten zu stellen sind ist unterschiedlich. Es kann das bloße bestreiten mit Nichtwissen ausreichend sein oder aber auch das Vortragen von Umständen denen zu entnehmen ist, dass ein anderer der Urheber sein muß. Eine klare Grenze gibt es nicht. Der Beweis kann etwa etwa durch Vorlage von Originalaufnahmen, Dateien, Zeugenvernehmung etc. erfolgen.

Geschrieben am: 23 April 2012 - 12:29

Jens Liesegang