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Mietminderung nach Bauarbeiten in der Wohnung

#1

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Hallo zusammen!

Es geht um folgendes: Mein Vermieter hat u.a. im letzten Jahr (später Sommer) im ganzen Haus (4 Parteien) die Wasser- und Abwasserleitungen eneuern lassen. U.a. hat jede Partei dadurch endlich eine eigene Wasseruhr erhalten. Ihm gehören von diesen 4 Wohungen 2.

Für diese Baumaßnamhem wurden logischweise Wände aufgestemmt. Und zwar im Bad und in der Küche. Es wurde nur wieder verputzt, nicht aber die Stellen, an denen vorher Fliesen waren, erneuert. Sprich: Ich habe in beiden Räumen mit der Breite von ca. 2 Fliesen eine verputze Wand, wo die Leitungen hinterliegen.

Ich habe jetzt also seit über einem Jahr(!) nur teils grob verputze Wände. Angrenzende Fliesen sind auch mit beschädigt worden (sowas bleibt ja nicht aus).

Ich will jetzt die Miete mindern, denn es passiert rein gar nichts. Mein Vermieter weiss logischerweise von den Mängeln, unternimmt jedoch nichts.

Kann ich rückwirkend mindern? Nach dem, was ich im Netz gelesen hab, ist dies möglich. Wie hoch kann die Minderung im Monat ausfallen (In Prozent). Ich zahle z.Zt. 590 EUR kalt.

Danke und Gruß aus München!

Tobi

Geschrieben am: 02 Dezember 2007 - 10:36

Tobi

#2

    Rechtsanwalt

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Hallo,

grundsätzlich ist zunächst zu sagen, dass die Miete automatisch auf einen angemessenen Betrag gemindert wird, wenn eine Gebrauchsbeeinträchtigung vorliegt; einer Erklärung durch den Mieter bedarf es nicht. Rückforderungsansprüche wegen überzahlter Miete (z.B. wegen einer berechtigten Minderung) verjähren in der regelmäßigen Verjährungsfrist von 3 Jahren, so dass ein Vorgehen grundsätzlich möglich sein dürfte.

Die geschilderte Beeinträchtigung ist meines Erachtens aber eher gering, so dass, wenn überhaupt, nur eine geringe Minderung (2% oder 3%) in Betracht käme. Dies muss jedoch im Einzelfall geprüft werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Marco Rössel
Rechtsanwalt

Geschrieben am: 06 Dezember 2007 - 01:32

Marco Rössel