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AGB/Widerrufsbelehrung auf .de-Shop

#1

  • Guests
Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe in einem Shop eine Ware per Vorauskasse bestellt. Hierfür war es notwendig sich zu registrieren und beim Abschluss der Bestellung die AGBs zu akzeptieren. Leider kam immer nur ein leeres Fenster, wenn ich die AGBs einsehen wollte. Das Abschalten des Popupblockers hat nicht geholfen. Dennoch habe ich die Bestellung fortgesetzt.
Erst danach ist mir aufgefallen, dass sich der Hauptsitz des Anbieters in der Türkei befindet und ich bin etwas skeptisch geworden. Da ich den Betrag noch nicht überwiesen hatte, habe ich per E-Mail die Bestellung storniert und mich dabei auf mein Widerrufsrecht bezogen. Mir wurde per E-Mail geantwortet, dass das Widerrufsrecht nur für deutsche Shops gilt, die Ware versandfertig ist und erst nach Geldeingang versendet wird. In einer weiteren E-Mail von mir habe ich kurz geantwortet, dass da die Ware noch nicht versendet wurde, ich vom Kauf zurücktrete.
Daraufhin ist mir geantwortet worden, die Ware sei versandt und wenn ich nicht zahle wird per Inkasso das Geld eingetrieben.

Ist das nicht etwas übertrieben und dubios? Wie kann man sich am Besten verhalten? Ich habe vor das Paket nicht anzunehmen (falls überhaupt eins kommt).

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Geschrieben am: 19 Dezember 2007 - 11:04

John Smith

#2

  • Guests
Ein kleiner Nachtrag:
Der Shop läuft unter einer deutschen Domäne, auf den Seiten kann man die AGB nicht abrufen. Als ich die AGB angefordert habe, wurde mir gesagt, dass es bei ausländischen Shops nicht erforderlich ist, AGBs zu haben. Allerdings wird auf den Seiten auf die AGB verwiesen.

Geschrieben am: 19 Dezember 2007 - 11:14

John Smith

#3

    Rechtsanwalt, Admin

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Ihre Frage lässt sich nicht zutreffend beantworten, ohne sich den Shop und die gewechselten Emails anzuschauen. Wir können das gern machen. Allerdings nicht im Rahmen des Forums, da es nicht für kostenose Beratung gedacht ist.

Jedenfalls kann sich der Anbieter und Versender der Ware nicht einfach pauschal darauf berufen, dass türkisches Recht gilt. Vorausgesetzt, Werbung und Inhalte des Shops sind auf deutsch, so sind über Art. 29a EGBGB die europäischen Verbraucherschutzrichtlinien (auch die über Verbraucherschutz im Fernabsatz) anzuwenden.

Geschrieben am: 19 Dezember 2007 - 08:19

Jens Liesegang

#4

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Guten Tag,
um mich nicht weiter ärgern zu müssen, habe ich die Ware angenommen und den Rechnungsbetrag beglichen. Die Ware wurde per Einschreiben versandt ohne Angabe eines Absenders. Ich behalte mir vor die Verbraucherzentrale einzuschalten. Ist es möglich in Verbraucherforen über diese Art und Weise zu berichten und vor dem Shop zu warenen?

Mit freundlichen Grüßen

Geschrieben am: 20 Dezember 2007 - 10:43

JohnSmith

#5

    Rechtsanwalt, Admin

  • Root Admin
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Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. Frankfurt/Main wird sich ausreichend darum kümmern, wenn Sie den Sachverhalt schildern. Von Äusserungen in Foren würde ich dringend abraten.

Geschrieben am: 20 Dezember 2007 - 01:21

Jens Liesegang