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Honorarvertrag mit Fixgehalt?

#1

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Guten Tag!

Ich habe ein Problem:

am 01.11.2007 fing ich bei einer Fahrschule in Berlin an als Promoter zu arbeiten.

am 05.12.2007 kam dann raus, das die Fahrschule in Insolvenz geht. Gibt es das denn Überhaupt einen Honorarvertrag mit Fixgehalt?

hier mal ein Muster des Vertrages:

[b]HONORARVERTRAG[/b]

Zwischen

Musterfahrschule GmbH
Musterweg 4, 1234 Berlin

und

Thomas Radtke
Musterstraße 32, 12355 Berlin
Geb. 01.01.1111

wird folgender Honorarvertrag geschlossen:

1. Herr Radtke, Thomas wird vom 1.11.2007 als selbstständiger Promoter tätig.

2. Es wird ein Fixgehalt von 400,00 € vereinbart. Für jeden abgeschlossenen Vertrag werden 20,00€ ausgezahlt.
Die Auszahlung erfolgt nur für tatsächlich erbrachte Leistungen gemäß Endabrechnung auf das Konto:

Kontonr. 1234567890 BLZ: 100 000 00 Bank: Musterbank Berlin

Evtl. anfallende Reise- und Aufenthaltskosten werden nicht erstattet.

3. Die Tätigkeit als Promoter auch über mehrere Jahre begründet keinen Anspruch auf eine dauerhafte Beschäftigung.

4. Herr Thomas Radtke verpflichtet sich, den sich durch die Entgegennahme der Vergütung ergebenden steuerlichen Verpflichtung und
ggf. der Zahlung von Sozialversichngsbeiträgen selbständig nachzukommen.

5. Der Versicherungsschutz (Unfall und Haftpflicht) wird gemäß Vertrag mit der Musterfahrschule GmbH gewährt.

6. Änderungen dieses Vertrages sind schriftlich zu vereinbaren.



Berlin, den 01.11.2007


Das ist der Vertrag. Ist dieser überhaubt so Rechtens? Nach dem Vertrag zu folge kann ich für jeden Vertrag 20,00€ verlangen der abgeschlossen wurde?

Es wundert mich ein bisschen... :-(

BITTE HELFT MIR :-( !!!!

Danke im Voraus!!!! Gruß Thomas

Geschrieben am: 11 Januar 2008 - 06:02

Thomas Radtke

#2

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Es steht im Ermessen der Vertragsparteien, ob ein Stundenhonorar oder ein pauschalisiertes Honorar vereinbart wird. Die Vereinbarung ist meines erachtens aber undeutlich. Nicht klar ist, ob das Fixgehalt unabhängig von der jeweils zu zahlenden Provision gezahlt werden soll.

Geschrieben am: 14 Januar 2008 - 02:33

Jens Liesegang

#3

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Dankeschön für die Antwort!

Jetzt ergeben sich folgende Fragen:

Die Firma ist in INsolvenz gegangen und die Dame von der INsolvenzgeldstelle sagte mir ich habe keinen Anspruch auf INsolvenzgeld weil ich dort als selbstständig geführt werde. Die Fahrschule stellte mich ein trotz wissen das sie in INsolvenz geht. Es wurden weder Beiträge zur SV noch sonstwas abgeführt. ICh soll Morgen früh meine GEHALTSABRECHNUNG bekommen. versteht das einer?

Ich weis da nicht mehr weiter ich habe schon überlegt gegen diese Firma zu klagen und einen anzeige zu erstatten wegen vorteuschung falscher tatsachen oder sowas in der art. kann mir da jemand sagen wie ich mich jetzt verhalten soll? :-(

MfG

Geschrieben am: 17 Januar 2008 - 10:54

Thomas14612

#4

    Rechtsanwalt, Admin

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In dieser Situation sollten Sie sich vor Ort einen Anwalt suchen. Der nimmt sich dann Ihren Fragen an und kann insbesondere prüfen, ob betreffend der Fa. ein Insolvenzantrag gestellt wurde.

Nach dem Vertrag sind Sie als freier Mitarbeiter verpflichtet selbst für die Versteuerung zu sorgen. Dazu zählt eine Gewerbeanmeldung zu machen, eine Steuernummer zu beantragen, der Firma die erbrachten Leistungen in Rechnung zu stellen, eine Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben, falls Sie nicht von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen.

Wenn man Ihnen eine Gehaltsabrechnung aushändigt muss das für Sie nicht unbedingt negativ sein. Sie könnten daraus ableiten, dass Sie doch fest angestellt sind und demzufolgen weitergehende Ansprüche haben als dies ein freier Mitarbeiter hat. Dies wird Ihnen der zu konsultierende Anwalt sicher noch eingehender erklären können.

Geschrieben am: 17 Januar 2008 - 05:52

Jens Liesegang