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Innengesellschaft des bürgerlichen Rechts

#1

    Neues Mitglied

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In unserer Tauschbörse gab es Uneinigkeit, was die Haftung angeht. Wir hatten die Information, dass ein Zusammenschluss von Personen wie wir, die Tätigkeiten tauschen, dem Recht einer GbR unterliegen, dann aber im Fall z.B. eines Rechtsstreites gemeinsam für die Kosten haften, woraufhin wir einen Verein gründen wollten. Jetzt kam die Information, dass die Tauschbörse (es gibt nur Tauschregeln ansonsten keine Vereinbarungen) eine Innengesellschaft des bürgerlichen Rechts (I-GbR) sei, und da sie nicht rechtsfähig sei, könne sie damit keine Rechtsgeschäfte im Aussenverhältnis eingehen, was Voraussetzung für die gesamtschuldnerische Haftung wäre.
Natürlich wäre es schön ohne "großen" Aufwand einer Vereinsgründung einfach weiter zu tauschen, aber es sind alle verunsichert und wir fragen uns: was stimmt denn nun?
Vielen Dank im Voraus für eine Antwort
Birgit Jilg

Geschrieben am: 24 Juli 2008 - 04:46

Birgit44

#2

    Rechtsanwalt, Admin

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Abschließend wird man Ihre Frage, ob sich die Personenmehrheit als GbR einstufen lässt nur anhand einer genauen Betrachtung des Einzelfalls klären lassen. Ihrer Schilderung entnehme ich aber keinen für das Bestehen einer GbR nach § 705 BGB erfolderlichen gemeinsamen Zweck. Vielmehr scheint jeder durch den Tausch eigene Zwecke zu verfolgen.

Unabhängig davon würde ich es sinnvoll erachten, einen Verein dafür zu errichten. Sie können diesen gemeinnützig ausgestalten und sogar Spendenquittungen ausstellen. Auch können Sie über die Satzung besser die Einhaltung von Tauschregeln steuern.

Eine Vereinsgründung ist nicht teuer.

Geschrieben am: 24 Juli 2008 - 05:17

Jens Liesegang