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Mieterhöhung

#1

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Hallo ich wollte meinen Mitern eine Mieterhöhung geben von 50 € allerdings willigten sie nicht ein. Für mich ist dies unverständlich da das Reihenhaus aus ca 110 Wohn m² besteht, Zentrale Lage hat, nach an jeglichen öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulen, Bäckerei und dazu noch in einer Verkehrsberuhigten Lage liegt. Der Mieter bezahlt zur Zeit 400€ Kalt! Häuser in der Umgebung mit ca den selben m² kosten zwischen 450-600 € Miete(kalt).
Jetzt ist die Situation so für mich, dass ich eine Mieterhöhung durchführen möchte mein Mieter jedoch nicht einwilligt. Mit Rechtsanwalt kann ich nicht drohen da die Kosten für den Rechtsanwalt wahrscheinlich teurer sind als mir die Erhöhung einbringen würde.
Was soll ich tun und wie soll ich vorgehen?

Ich hoffe mir kann hier in diesem Forum jemand helfen.

Grüße Katja

Geschrieben am: 12 August 2008 - 06:39

Katja

#2

    Rechtsanwalt, Admin

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Um zu prüfen, ob das Mieterhöhungsverlangen berechtigt ist, fehlen leider ein paar Angaben. Ich gehe aber davon aus, dass Sie die Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Verglechsmiete meinen.

näheres dazu unter [url="http://www.luebeckonline.com/wiki/Mieterhöhung"]http://www.luebeckonline.com/wiki/Mieterhöhung[/url]

Eine Mieterhöhung ist nur mit Zustimmung des Mieters möglich. Um die Berechtigung der Mieterhöhung zu prüfen, steht ihm eine Überlegungsfrist zu: der Monat, in dem die Mieterhöhung ankommt und die beiden folgenden Monate (§ 558 b). Der Mieter kann innerhalb dieser Zeit auch das Mietverhältnis mit einer Frist von 2 weiteren Monaten schriftlich kündigen. Kündigt der Mieter, so tritt die Mieterhöhung nicht ein (§ 561 Abs. 1 BGB). Dieses Sonderkündigungsrecht gilt auch bei befristeten Mietverträgen.

Kündigt der Mieter nicht, stimmt er aber auch der verlangten Erhöhung nicht - oder nur teilweise - zu, hat der Vermieter anschließend drei Monate Zeit, die fehlende Zustimmung des Mieters einzuklagen. Dann muss das Gericht entscheiden, ob die verlangte Zustimmung zur Mieterhöhung erteilt werden musste. Dabei ist das Gericht bei der Ermittlung der ortsüblichen Miete nicht an das vom Vermieter gewählte Begründungsmittel gebunden.

Hilfe erhalten Sie auch bei Haus und Grund [url="http://www.haus-und-grund.net/"]http://www.haus-und-grund.net/[/url] .

Geschrieben am: 12 August 2008 - 07:49

Jens Liesegang