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Eigenheimzulage abgelehnt

#1

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Hallo,

mir wurde die Eigenheimzulage zu 100% abgelehnt, weil mein Ex-Partner Mitkreditnehmer ist.
Zur Erläuterung:
- der Kredit wurde von mir und meinem damaligen Partner zusammen aufgenommen
- die Kreditsumme und mein Eigenkapital sind vollständig ins Bauvorhaben geflossen
- nach unserer Trennung bin ich mit meinen Kindern nach Fertigstellung ins Haus eingezogen
- ich zahle schon von Anfang an sämtliche Zinsen und die Tilgung (Kontoauszüge vorhanden)
- mein Ex ist Insolvent, aber auch stehe ich lt. Kreditvertrag zu 100% für diesen ein
- ich stehe allein im Grundbuch
- es handelt sich um eine vollständige Eigennutzung
Ist diese Ablehnung nur aus diesem Grund gerechtfertigt, da ich doch alle Lasten aus den Kredit trage. Weiterhin ist es doch gar nicht so selten, dass zwei Kreditnehmer (von der Bank gefordert) vorhanden sind und nur einer die Eigenheimzulage beantrag (z.B. wegen Objektverbrauch. Widerspruch zur Fristwahrung habe ich eingelegt.

Gruß Kuddel

Geschrieben am: 09 Oktober 2008 - 01:28

Kuddel

#2

    Steuerberater, LÜBECK

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Mit welcher Begründung wurde die Eigenheimzulage abgelehnt? Handelt es sich beim "Ex-Partner" um den Ehegatten oder um einen Lebensgefährten/-in?
Richtig ist in jedem Fall, dass gegen den Bescheid Einspruch eingelegt worden ist. Für eine Beurteilung müsste der Sachverhalt insgesamt genau beschrieben werden. Zudem wäre es wichtig die Verträge über den Kauf und des Darlehen einzusehen.

Geschrieben am: 09 Oktober 2008 - 02:16

Bruno

#3

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Wortlaut der Begründung: "Es wurden nur geringe Kreditsummen Nachgewiesen. (Anm. Eingereicht wurden beim FA Kreditverträge über mehr als 220 T€) Aus den Kreditverträgen ist nur ersichtlich, dass noch ein weiterer Kreditnehmer vorhanden ist."

Der Kredit wurde als von mir und meinem ehemaligen Lebensgefährten gemeinsam aufgenommen, da ich bei Kreditbeantragung allein nicht ausreichende Bonität hatte. Bei Beantragung hatte ich ca. 2/3 des Einkommens nachgewiesen. Erst nach Kreditaufnahme kurz nach Baubeginn haben wir uns getrennt.

- bei dem Bauvorhaben handelte es sich um ein Bau aus Kreditmitteln mit mehreren Baufirmen, vom Architekten überwacht
- Rechnungen wurden in ausreichender Höhe direkt aus dem Baukonto bezahlt, per Überweisung
- Barzahlungen wurden aus dem Baukonto entnommen und mit Beleg an den Ausführenden gezahlt
- das Grundstück gehört mir allein und ich nutze das Haus mit meinen Kindern selbst (kein Gewerbe, keine Mieter/Mitbewohner)

Sämtliche Verpflichtungen aus den Kredit werden nachweislich von mir allein getragen. Die Begründung erscheint mir nicht plausibel.
1. Ich habe nirgendwo ein Urteil zu dieser Konstellation gefunden, dass das Vorhandensein eines Mitkreditnehmers schädlich ist. Ich glaube auch, dass dieser Fall nicht so selten ist.
2. ich jedoch im Ernstfall zu 100% und ich hatte bei Kreditbeantragung das höhere Einkommen.
3. Was soll eigentlich "geringe Kreditsummen" bedeuten, dies ist doch rein Subjektiv - was ist gering 10.000,-- €, 100.000,-- € oder 1.000.000,-- €? Und warum ist dann hier nicht die Eigenheimzulage auf die vermeintlich geringe Summe gewährt worden.

Für einen Tip zur Widerspruchsbegründung währe ich dankbar, da ich voll mit der Zulage gerechnet habe.

Danke Kuddel

Geschrieben am: 20 Oktober 2008 - 09:55

Kuddel

#4

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Noch zur Ergänzung:
- das Grundstück wurde zum Zweck der Bebauung von privat gekauft ind ich stehe allein im Grundbuch
- das EFH wurde von mir, über direkte Auftragsvergabe an, die jeweils für die Gewerke, zuständigen Firmen errichtet (kein Bauträger)

Danke Kuddel

Geschrieben am: 22 Oktober 2008 - 11:52

Kuddel

#5

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Hallo, es geht weiter

Mit Schreiben des FA auf meinen Einspruch wurden die bisherigen Gründe der Ablehnung vom FA komplett verworfen. Nunmehr wird eine völlig anderer Ablehnungsgrund angegeben.

Begründung neu:
Sie haben zwar nachgewiesen, dass die Tilgung des Kredits von über 200.000 € von Ihrem Konto vorgenommen wird, jedoch ist ungewiss woher diese Mittel kommen. Es mangelt daher an Anschaffungskosten, die jedoch nach § 9 ABs. 2 EStg Voraussetzung für die Gewährung der Eigenheimzulage sind.

Zur Erläuterung, meine Einkommen ist höher als die Belastung aus den Krediten. Da ich eigentlich dem FA nur 125.000 € für die Eigenheimzulage nachweisen muss, ist doch irrelevant wie ich den 125.000 € übersteigenden Teil finanziere. Die für die Eigenheimzulage notwendigen 125.000 € kann ich locker aus meinem Einkommen finanzieren. Somit bin ich der Meinung das der nicht nachzuweisende Teil der Kosten/Finanzierung auch vom FA nicht zur Bewertung herangezogen werden darf.

Danke Kuddel

Geschrieben am: 13 Dezember 2008 - 04:16

Kuddel