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Salmonellenvergiftung

#1

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Hallo

Meine Eltern haben am Wochende ein Feier ausgerichtet. Es waren circa 90 Leute da. Es war ein rauschendes Fest. Das Essen wurde von einen Catering-Service geliefert. Es schmeckte hervorragend --- leider sind nun viele Gäste an einer Sallomenellenvergiftung erkrankt. Wir wissen von dem Zustand von circa einem Viertel der Gäste. Von diesen sind 50 % erkrankt.
Meine Fragen
a) Besteht Pflicht zur Anzeige beim Gesundsamt ?
b) Besteht Pflicht zur Begleichung Rechnung (vorraussichtlich 4000 EUR)
c) Besteht die Möglichkeit, Schadensersatz geltend zu machen ?
d) Ist der Tatbestand einer Körperverletzung gegeben ?
e) Besteht Pflicht, alle Gäste zu informieren (Wie man sich vorstellen kann, ist es meine Eltern sehr peinlich) ? Oder ist das freiwillig ?

Vielen Dank
Gisela Kentschana.

Geschrieben am: 10 November 2008 - 11:05

kentschana

#2

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Hallo,

ohne rechtskundig zu sein würde ich zumindest beim Gesundheitsamt anrufen und mich informieren. Es geht hier um die Gesundheit von Menschen mit der Gefahr weiterer schlimmer gesundheitlicher Schäden bis zur Todesfolge. Und da ist jedes Taktieren unangebracht.

Gr. kuamra

Geschrieben am: 11 November 2008 - 09:48

kumara

#3

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Hallo,

zu demselben Ergebnis sind wir gestern abend auch gekommen.
Jetzt wäre die Frage, wie man mit dem Caterer umgeht.

Viele Grüsse
Gisela Kentschana

Geschrieben am: 11 November 2008 - 09:55

kentschana

#4

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Guten Tag,

nach Ihren Angaben waren die gelieferten Speisen Salmonellen-verseucht. Soweit Sie das beweisen können - hier dürfte ein Problem des Falles liegen - wäre der Caterer auch schadensersatzpflichtig. Mit diesem Schadensersatzanspruch könnte man unter Umständen gegenüber der Honorarforderung aufrechnen. Aber die Bezifferung eines weiteren Schadens dürfte schwierig sein.

Zur Strafbarkeit: Zwar ist auch eine fahrlässige Körperverletzung strafbar, doch müsste den Beteiligten zumindest diese fahrlässige Verursachung nachgewiesen werden. Und man müsste wissen, wer genau was mit dem Essen gemacht hat.

Mit freundlichen Grüßen,
Marco Rössel

Geschrieben am: 11 November 2008 - 05:09

Marco Rössel

#5

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Hallo,

es gibt neues: Die Salomonellenvergiftung war keine. Es handelete sich um einen Norovirus.
Sowohl bei einigen Gästen als auch bei 2 Mitarbeitern des Chaterers konnte der Virus (durch das Gesundheitsamt) nachgewiesen werden.Desweitern haben wir uns ein Gutachten von einem Arzt für Infektionsepidemiologie anfertigen lassen. Es kommt zu dem Schluss, dass

"am ehesten von einem Norovirus-Ausbruch über kontaminierte Lebensmittel ausgegangen werden muss, da das Virus sowohl beim Personal als auch bei den erkrankten Gästen nachgewiesen wurde."

a) Ändert das etwas an der rechtlichen Beurteilung ?
b) Wo fängt Fahrlässigkeit an ? Wie muss ein lebensmittelverarbeitender Betrieb sicherstellen, dass von seinen Produkten keine Gefahr ausgeht ? Muss er zum Beispiel überrpüfen, ob seine Mitarbeit mit Krankheitsergern belastet sind ?
c) Der Caterer behauptet nun, dass das Essen nicht infiziert war, fordert uns zur Rechtigstellung und Unterlassung des rufschädigend Verhaltens auf, und droht mir Unterlassungsansprüchen und Schadensersatzansprüchen. Wie muss man das bewerten ? Käme er damit durch ?

Vielen Dank
Gisela Kentschana

Geschrieben am: 23 Februar 2009 - 10:57

kentschana