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Tel. Bestellung, keine Zahlung, Mahnung

#1

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Guten Tag,

ich bin seit fast einem Jahr selbstständiger Kleinunternehmer und bin jetzt in eine Situation geraten in der ich alleine wohl nicht mehr weiter komme. Ich wünsche mir hier keine Rechtsbetratung ich möchte nur wissen wie meine Chancen stehen bzw. ob es Sinn macht dagegen vorzugehen.

Ein Kunde hat tel. bei mir eine Bestellung ausgelöst (vor ca. einem Monat) bis heute ist die Zahlung bei mir noch nicht eingegangen. Ich habe den Kunden tel. und per Email gebeten das Zahlungsversäumnis nachzuholen. Gestern habe ich die 1. Mahnung an den Kunden geschickt. Mal sehen wie seine Reaktion ist.

Der Kunde hatte immer Pünktlich uns zuverlässig gezahlt, desshalb verwundert mich das ganze. Zwischenzeitlich habe ich dem Kunden eine Nachnahmesendung geschickt, diese wurde laut Sendungsstatus mit dem Vermerk "Annahme verweigert" an mich zurückgeschickt. Die Aufragsannahme für die Nachnahmesendung erfolgte auch telefonisch.

Jetzt stell ich mir die Frage was habe ich gegenüber dem Kunden in der Hand? Ist ein Telefonat rechtsgültig? Kann der Kunde das nicht abstreiten?

Wie soll ich Ihrer Meinung nach vorgehen?

Vielen Dank!
Liebe Grüße

Geschrieben am: 06 Dezember 2008 - 12:20

Christian88

#2

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Hallo,

zur rechtlichen Seite: wie der Vertragsschluss zustande kommt, ist wohl in Ihren AGB geregelt. Der Käufer ist zunächst verpflichtet eine gekaufte Sache abzunehmen, siehe
[url="http://dejure.org/gesetze/BGB/433.html"]http://dejure.org/gesetze/BGB/433.html[/url]
§ 433 Vertragstypische Pflichten beim Kaufvertrag

Aus praktischer Sicht betrache ich aber eine Nichtzahlung letztlich als einen Widerruf, den der Käufer zu faul war ausdrücklich auszusprechen. Wenn Sie Kleinhändler im Versandhandel sind besteht ja wohl ein Widerrufsrecht - es sei denn es wäre ein Spezialanfertigung oder so?

Ich sende dem Käufer dann im Abstand von ca. 1 Woche per E-Mail eine Zahlungserinnerung, datierte Zahlungsfrist und datierte Zahlungsnachfrist mit der Ankündigung, dass ich den Kaufvertrag wegen Nichtzahlung kündige, wenn die Zahlung nicht eintrifft.

Alternativ kann man natürlich den Weg von Mahnverfahren gehen, aber da der Käufer mittendrin jederzeit widerrufen kann lohnt sich das meiner Ansicht nach nicht.

Stephanie

Geschrieben am: 06 Dezember 2008 - 12:42

Stephanie

#3

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Bei der bestellten Ware handelt es sich in beiden Fällen um aufwendig hergestellte Sonderanfertigungen. Daher sind für mich auch schon einige Kosten entstanden. In sofern werde ich den Kaufvertrag nicht widerrufen.

Fakt ist das ich dagegen vorgehen möchte. Jedoch weiß ich nicht wie meine Chancen stehen, da ich ja theoretisch für den Bestelleingang keinen Beweis habe. Außer einen möglichen Gesprächsnachweis über die Telekom.

Gruß

Geschrieben am: 06 Dezember 2008 - 12:59

Christian88

#4

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Hallo,

Rechtsberatung darf nur ein Anwalt abgeben. Zahlreiche hilfreiche Beiträge kann man aber finden beim googeln nach
Vertragsschluss Telefon

Z. B. [url="http://www.antispam.de/wiki/Telefonisch_abgeschlossene_Vertr%C3%A4ge#Ist_das_Zustandekommen_eines_telefonisch_geschlossenen_Vertrags_f.C3.BCr_deerk.C3.A4ufer_beweisbar.3F"]http://www.antispam.de/wiki/Telefonisch_ab...er_beweisbar.3F[/url]

Die Schlussfolgerung war, dass wenn der Käufer nicht nach Abschluss des Telefonvertrages einen schriftlichen Vertrag unterschrieben hat und das Zustandekommen des Telefonvertrags abstreitet hat der Verkäufer ein Problem.

Stephanie

Geschrieben am: 06 Dezember 2008 - 02:23

Stephanie

#5

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Vielen Dank Stephanie,

der Link hat das bestätigt was ich befürchtet habe. Ich werde mir wohl einen Anwalt nehmen, ich hoffe nur man kommt so weiter...

Liebe Grüße

Geschrieben am: 06 Dezember 2008 - 02:33

Christian88