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Garantie Rückgabe per RMA

#1

    Neues Mitglied

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  • Pip
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Hallo,
ich habe als Händler eine Ware gekauft, die nun defekt ist. Auf der Internetseite des Hersteller steht zum Rückgabe verfahren folgendes:
2. Vor der Rückgabe des Produkts zur Reparatur muss von XXX eine RMA-Nr. eingeholt werden. Bei der
Anforderung dieser Nummer sind Seriennummer, Modellbezeichnung, Hardwarerevision und das
Kaufdatum des Produktes durch den Endbenutzer, sowie eine ausführliche Beschreibung des Fehlers
anzugeben.
3. Das zurückgegebene Produkt muss innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt der RMA-Nummer mit allem
Zubehör an die von XXX benannte Adresse gesandt werden. Die Geräte müssen einzeln in Kartons
(möglichst Originalkarton) verpackt sein. Die Frachtkosten sind im Voraus vom Versender zu entrichten.
4. Ohne RMA-Nummer zurückgegebene Produkte werden von XXX nicht akzeptiert, die Annahme wird
verweigert.
5. Weiterhin kann XXX die Reparatur von Produkten verweigern, die nach Ablauf der
10-tägigen Frist zurückgegeben werden.

Sind solche Regeln eigentlich Rechtskonform? Man findet Sie bei fast allen größeren Herstellern. Ich habe mal gelesen, das eine Annahmeverweigerung rechtlich nicht möglich ist und auch die Kosten für den Versand der Händler/Hersteller zu tragen hat.

Da ich im Moment auch dabei bin einen Webshop zu erstellen und dann auch vor diesen Problemen stehe, würde ich gerne wissen was hier rechtens ist. Welche Pflichten und Rechte habe ich als Händler gegenüber einem Kunden?

Vielen Dank
Martin

Geschrieben am: 09 Januar 2009 - 11:08

Audiokrebs

#2

    Rechtsanwalt

  • Administratoren
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Guten Tag,

bei Kaufverträgen zwischen Unternehmern kann die Gewährleistung viel stärker reglementiert werden als gegenüber einem Verbraucher. Allein die geschilderten Angaben auf den Internetseiten des Herstellers dürften aber nicht ausreichen; erforderlich ist, dass bereits beim Kauf - z.B. über die Einbeziehung der AGB - diese Regelungen vereinbart wurden. Hierzu kann ich mangels näherer Informationen nichts sagen. Die Vereinbarung von kurzen Ausschlussfristen bei offensichtlichen Mängeln ist aber grundsätzlich möglich.

Gegenüber Ihren Endkunden sollten Sie gesetzlichen Gewährleistungsrechte nicht einschränken. Ob Ausschlussfristen gegenüber Verbrauchern möglich sind, ist noch nicht abschließend geklärt. Neben den Gewährleistungsrechten müssen Sie auch das Widerrufs- bzw. Rückgaberecht der Kunden beachten, das losgelöst vom Vorliegen eines Mangels besteht.

Bitte haben Sie Verständnsi dafür, dass wir eine detailliertere Stellungnahme nur bei genauerer Prüfung des Sachverhaltes und auch nur im Rahmen einer kostenpflichtigen Beauftragung abgeben können und möchten.

Mit freundlichen Grüße,

Marco Rössel
Rechtsanwalt

Geschrieben am: 13 Januar 2009 - 09:41

Marco Rössel