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Inkasso - Nur Drohungen?

#1

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Ich stehe vor einem Rätsel. Ich beschreibe mal kurz die Situation, würde mich freuen, wenn ich schnelle Hilfe bekommen könnte!

Vor 4 Jahren bin ich umgezogen.
Alte Wohnung: Kabelgebühren wurden direkt an Betreiber gezahlt.
Neue Wohnung: die Gebühren werden vom Vermieter in den NK aufgeführt und auch an den Betreiber geleitet. (Vermieter ist Genossenschaft).

Vor ca. 1,5 Jahren erhielt ich das erste Anschreiben von Inkassoanwälten, welches bereits mit saftigen Auslagen versehen war.
Telefonisch erklärte man mir, dass das Unternehmen nicht an "ausreden" interessiert wäre, und man zügig einen Mahnbescheid erlassen würde, was mit weiteren KOsten verbunden wäre, und ich besser sofort zahlen solle.
Bezahlen sollte ich etwa 1 Jahr Kabelgebühren, da ich den Vertrag nicht gekündigt hätte.
- Anm.: die Kündigung fand telefonisch statt, bei dem Kabelbetreiber. Dieser erklärte, es bedürfe nicht der Schriftform. -
Ich antwortete darauf, legte als Beleg auszugsweise den Mietvertrag bei.
Bis vor einem Monat folgte keine Reaktion.
nun wurde mir wieder eine Zahlfrist gesetzt, ich antwortete per Mail, dass bitte die alten Unterlagen durchgesehen würden, die Angelegenheit eigtl. erledigt war.
Nun erreichte mich eine weitere Zahlungsaufforderung, in welcher auch beanstandet wurde, dass ich mich nicht geäußert hätte.

Ich frage mich, ob es nach diesem Zeitraum überhaupt noch einen Anspruch geben kann, und ob ich darauf überhaupt noch antworten soll.
Zahlen soll ich bis zum 03.12.2009

Vielen Dank im Voraus!

mfg
Dogmaster

Geschrieben am: 27 November 2009 - 09:56

Dogmaster

#2

    Rechtsanwalt, Admin

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Sie schreiben nicht genau, für welchen Zeitraum die Gebühren verlangt werden. Daher ist es schwierig abzuschätzen, ob die Ansprüche verjährt sind. Regelmäßige Verjährung beträgt 3 Jahre ab dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Die Verjährung wird durch Beantragung eines Mahnbescheides unterbrochen. Gesetzt dem Fall, Sie sind vor fast vier Jahren umgezogen, also in 2006, dann verjährt der Anspruch am 31.12.2009. Deshalb die Frist damit noch ein Mahnbescheid beantragt werden kann.

Bezüglich der Kündigung vermute ich, dass die AGB des Betreibers Schriftform verlangen. Davon wird der Call-Center - Mitarbeiter keine abweichende Zusage machen können.

Genaues lässt sich aber erst sagen, wenn man den Vertrag nebst Schriftverkehr gesichtet hat. Das oben gesagte ist nur eine erste Einschätzung.

Geschrieben am: 29 November 2009 - 06:17

Jens Liesegang

#3

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Handelt es sich hier um ein [b]Inkassounternehmen[/b] oder um eine [b]Anwaltskanzlei[/b]?

Geschrieben am: 09 Dezember 2009 - 07:08

Baxie

#4

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[quote name='Baxie' date='09 Dezember 2009 - 07:08 ' timestamp='1260338907' post='1713']
Handelt es sich hier um ein [b]Inkassounternehmen[/b] oder um eine [b]Anwaltskanzlei[/b]?
[/quote]
Es handelt sich um eine Anwaltskanzlei, welche Inkasso-Aufträge übernimmt.


Ich habe erstmal ein Schreiben per Einschreiben versandt, welches inhaltlich auf das bisherig schlafende Thema verweist, und ich die Angelegenheit als erledigt betrachte.

Ich habe allerdings im Netz eine interessante Diskussion zu der Kanzlei gefunden, wüßte da gern mal, ob jmd Erfahrungen mit höherem Stellenwert gemacht hat, oder gar einschlägige Erfahrungen vorliegen.
Der Link kann gern per Mail angefragt werden, dogmaster77@gmx.de


mfg
Dogmaster

Geschrieben am: 09 Dezember 2009 - 11:23

Dogmaster