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Kleinunternehmerregelung Endet

#1

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Hallo,
in den letzten Jahren wurde mein Ebay-Shop steuerlich als Kleinunternehmen geführt. In diesem Jahr werde ich die für Kleinunternehmen vorgesehene Umsatzgrenze um ein paar Tausend Euro überschreiten. Meine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2010 gebe ich erst im Mai oder auch noch später beim Finanzamt ab. Da ich nicht weiß, ob ich im Jahre 2011 ebenfalls einen höheren Umsatz haben werde oder wieder unter die Kleinunternehmerregelung falle, habe ich folgende Fragen:

1. Bin ich verpflichtet dem Finanzamt zum 01.01.2011 mitzuteilen, dass ich kein Kleinunternehmer mehr bin und nun umsatzsteuerpflichtig bin?
Und wenn ja, ist die Grundlage für die Umsatzsteuer dann der Umsatz von 2010 oder kann ich auch einen niedrigeren Umsatz angeben?
Was geschieht, wenn das Finanzamt erst mit der Einkommensteuererklärung 2010 erfährt, dass ich umsatzsteuerpflichtig bin?

2. Ist die Umsatzsteuer grundsätzlich monatlich im Voraus zu entrichten oder kann sie auch nachträglich gezahlt werden? Ich werde bereits seit 5 Jahren als Kleinunternehmer beim Finanzamt geführt.

Vielen Dank
petersy

Geschrieben am: 22 Juni 2010 - 08:13

sylviareife

#2

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[quote name='sylviareife' date='22 Juni 2010 - 09:13 ' timestamp='1277190817' post='1870']
Hallo,
in den letzten Jahren wurde mein Ebay-Shop steuerlich als Kleinunternehmen geführt. In diesem Jahr werde ich die für Kleinunternehmen vorgesehene Umsatzgrenze um ein paar Tausend Euro überschreiten. Meine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2010 gebe ich erst im Mai oder auch noch später beim Finanzamt ab. Da ich nicht weiß, ob ich im Jahre 2011 ebenfalls einen höheren Umsatz haben werde oder wieder unter die Kleinunternehmerregelung falle, habe ich folgende Fragen:

1. Bin ich verpflichtet dem Finanzamt zum 01.01.2011 mitzuteilen, dass ich kein Kleinunternehmer mehr bin und nun umsatzsteuerpflichtig bin?
Und wenn ja, ist die Grundlage für die Umsatzsteuer dann der Umsatz von 2010 oder kann ich auch einen niedrigeren Umsatz angeben?
Was geschieht, wenn das Finanzamt erst mit der Einkommensteuererklärung 2010 erfährt, dass ich umsatzsteuerpflichtig bin?

2. Ist die Umsatzsteuer grundsätzlich monatlich im Voraus zu entrichten oder kann sie auch nachträglich gezahlt werden? Ich werde bereits seit 5 Jahren als Kleinunternehmer beim Finanzamt geführt.

Vielen Dank
petersy
[/quote]

Geschrieben am: 23 Juni 2010 - 04:30

Arnold

#3

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Hallo Petersy,

Zum ersten Punkt können wir Ihnen mitteilen, dass die Abgabepflicht für die Umsatzsteuererklärung 2010 zum 31.05 2011 endet. Es sei denn, die Steuererklärung wird von einem Steuerberater eingereicht. Dann verlängert sich die Abgabepflicht automatisch bis zum 31.12.2011.

Für das Jahr 2011 sollten Sie eine Umsatzprognose für sich erstellen. Wenn Sie im Jahr 2011 unter der Grenze von 17.500 € liegen, können Sie weiterhin die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. Sollten Sie im Laufe des Jahres 2011 feststellen, dass Sie die Umsatzgrenze doch überschreiten, sind Sie verpflichtet für alle erzielten Umsätze bzw. Erlöse ab dem 01.01.2011 Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen, beziehungsweise die bereits gestellten Rechnung korrigieren. Das kann mitunter problemtatisch, wenn die Rechnung nicht an Unternehmen, sondern Endverbraucher gestellt worden sind, die nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind.

Mit der Abgabe der Umsatzsteuererklärung 2010 kann das Finanzamt selbst nicht feststellen, ob Sie im Jahr 2011 umsatzsteuerpflichtig werden . Es besteht die Möglichkeit, dass das Finanzamt Ihnen eine Anfrage über die voraussichtliche Umsatzhöhe für das Jahr 2011 stellen wird.

Die Antwort auf Ihre zweite Frage ergibt sich aus dem § 18 UStG. Der Rhytmus der Umsatzsteuervorauszahlung bzw. der Einreichung der Umsatzsteuervoranmeldungen bestimmt sich nach der Höhe des Umsatzsteuervorauszahlungssolls (Umsatzsteuer ./. Vorsteuer). Ab einem jährlichen Betrag von 7.500 € ist die Vorauszahlung monatlich zu leisten. Liegt das Vorauszahlungssoll zwischen 1.000 und 7.500 €, wird die Vorauzahlung vierteljährlich fällig. Beträgt das Vorauszahlungssoll weniger als 1.000 €, ist nur die Abgabe einer Umsatzsteuererklärung notwendig.

Je nach Höhe des Vorauszahlungssolls werden Sie vom Finanzamt eingestuft.

VG
Arnold

Geschrieben am: 23 Juni 2010 - 04:31

Arnold