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Muster Kooperationsvertrag Leitbetrieb - Kooperationsbetrieb

Erklärung zu diesem Muster:

Bei diesem Muster handelt es sich um einen Kooperationsvertrag zwischen zwei Unternehmen. Ziel ist es, einen Auszubildenden auch in den Betrieb eines anderen Unternehmens einzusetzen. Der eigentliche Ausbildungsvertrag wird zwischen dem Auszubildenden und dem Ausbildungsträger geschlossen, so dass dieser die arbeitsrechtlichen Rechte und Pflichten hat.

Es ist sinnvoll zusätzlich zu diesem Vertrag zu vereinbaren, wann der Auszubildende jeweils in welchem Betrieb tätig sein soll. Ggf. ist § 1 des nachfolgenden Vertrages insoweit anzupassen.

Wichtig ist zudem, in dem eigentlichen Ausbildungsvertrag auf den Kooperationsvertrag und die Tätigkeit in einem anderen Betrieb hinzuweisen oder ggf. - falls die Kooperation erst zu einem späteren Zeitpunkt nach Beginn der Ausbildung geschlossen wird - eine kurze Zusatzvereinbarung mit dem Auszubildenden zu schließen.

Kooperationsvertrag über die Ausbildung von Auszubildenden

im Ausbildungsberuf ________________________

Hiermit wird zwischen der

 ___________________________ (Firmierung/ Name)

____________________________ (Anschrift)

vertreten durch _____________________

(als Ausbildungsträger)

und der

 ______________________ (Firmierung/ Name)

_______________________ (Anschrift)

vertreten durch ______________________

(als Kooperationsbetrieb)

folgender Kooperationsvertrag geschlossen:

§ 1 Allgemeines

Die Ausbildung findet ____ Monate beim Ausbildungsträger und ____ Monate im Kooperationsbetrieb statt.

Die Zeiträume im Kooperationsbetrieb werden in der gemeinsam abgestimmten Planung als Betriebsphasen und die Zeit beim Ausbildungsträger als Trägerphasen ausgewiesen.

Der Vertrag gilt für die gemeinschaftliche Ausbildung von

_____________________ (Vor- und Nachname)

_____________________ (Anschrift)

_____________________ (Geburtsdatum)

Die Ausbildungsmaßnahme beginnt am ________ und endet entsprechend dem Ausbildungsvertrag. Der Auszubildende wird durch den Ausbildungsträger eingestellt. Die rechtliche und die disziplinarische Verantwortung sowie alle weiteren Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag obliegen dem Ausbildungsträger, der auch den Versicherungsschutz und die Entgeltzahlungen gewährleistet.

Es wird eine Probezeit von 3 Monaten vereinbart. Davon wird 1 Monat als Betriebsphase absolviert.

Die Träger- und Betriebsphasen werden gemeinsam durch Ausbildungsträger und Kooperationsbetrieb festgelegt. Sie sind Bestandteil dieses Vertrags.

Im ersten Ausbildungsjahr erfolgt eine verstärkte Bildung durch den Ausbildungsträger, in den folgenden Ausbildungsjahren erfolgt die Ausbildung verstärkt im Kooperationsbetrieb.

Zielgerichteter theoretischer Unterricht und die Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfungen werden nach terminlicher Absprache zwischen beiden Vertragspartnern beim Ausbildungsträger realisiert.

Während des Einsatzes beim Kooperationsbetrieb hält der durch den Ausbildungsträger benannte Ausbilder regelmäßigen Kontakt zwischen den beiden Vertragspartnern und der zuständigen Berufsschule zur Abstimmung aller organisatorischen und fachlichen Fragen.

§ 2 Aufgaben des Kooperationsbetriebes

Der Kooperationsbetrieb stellt einen zusätzlichen Ausbildungsplatz zur Verfügung bzw. bildet erstmals im Rahmen der Verbundausbildung aus.

Der Kooperationsbetrieb stellt für den betriebspraktischen Teil des genannten Ausbildungsberufes kostenlos einen geeigneten Ausbildungsplatz und Ausbildungspersonal zur Verfügung. Mit der Durchführung der praktischen Ausbildung beauftragt der Kooperationsbetrieb nur Mitarbeiter, die aufgrund ihrer Berufserfahrung dafür qualifiziert sind.

Die betriebspraktische Ausbildung ergänzt und vertieft die beim Ausbildungsträger erworbenen bzw. bereits vorhandenen Kenntnisse und Fertigkeiten durch praktische Arbeitsaufgaben entsprechend dem Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung und wird mit dem zuständigen Ausbilder des Ausbildungsträgers abgestimmt.

Der Kooperationsbetrieb ist gegenüber den Auszubildenden in allen Fragen weisungsberechtigt. Er überwacht die Anwesenheit des Auszubildenden im Rahmen der betriebsüblichen und gesetzlichen Regelungen. Eine über die tägliche regelmäßige Ausbildungszeit hinausgehende Beschäftigung ist grundsätzlich nicht gestattet. In Ausnahmefällen ist sie mit dem Ausbildungsträger [und dem Betriebsrat] abzustimmen.

Eine Vertragsverletzungen des Auszubildenden ist dem Ausbildungsträger unverzüglich schriftlich bekannt zu geben. Die Durchführung disziplinarischer Maßnahmen obliegt dem Ausbildungsträger.

Zum Abschluss der Ausbildung stellt der Kooperationsbetrieb den Auszubildenden ein qualifiziertes Berufsausbildungszeugnis aus.

§ 3 Aufgaben des Ausbildungsträgers

Der Ausbildungsträger sichert durch seinen Ausbilder die fachliche und pädagogische Betreuung im gesamten Zeitraum der praktischen Ausbildung beim Kooperationsbetrieb (Sorgepflicht, Einhaltung der Ausbildungsordnung durch Kontrolle der Einhaltung der sachlich-zeitlichen Gliederung, Anleitung und Kontrolle bei der Berichtsheftführung, Kontrolle der Teilnahme am theoretischen Unterricht).

Das Berufsbildungsgesetz besitzt grundsätzlich Gültigkeit.

§ 4 Ausbildungskosten

Zur Deckung aller erforderlichen Ausbildungskosten wird eine Kostenbeteiligung des Kooperationsbetriebes in Höhe von monatlich ____________ EUR während der gesamten Ausbildungszeit vereinbart.

Dieser Betrag ist für jeden Monat zum Monatsende, spätestens bis zum 03. des Folgemonats auf das Konto des Ausbildungsträgers bei der: Bank: _____________________, IBAN: ______________________________, BIC: ________________________ zu überweisen.

Alle Zahlungen, wie Entgelt der Auszubildenden, Versicherungsbeiträge und Prüfungsgebühren erfolgen durch den Ausbildungsträger, sofern eine Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses nicht erforderlich ist.

Sofern durch krankheitsbedingtes Fehlen die Entgeltzahlung über die Krankenkasse erfolgt, verringern sich die Kosten um die nicht zur Auszahlung gekommene Lohnsumme.

Bei erforderlicher Verlängerung der Ausbildung, gem. § 14 Abs. 3 BBiG, über den vertraglich festgelegten Zeitraum, verlängert sich die Betriebsphase um den entsprechenden Zeitraum.

Zu den monatlich ____________ EUR ist dann eine einmalige Bezahlung der Prüfungsgebühr durch den Kooperationsbetrieb erforderlich.

§ 5 Abschlussbestimmungen

Mit dem Tag des Erhaltes der Bescheinigung der bestandenen Facharbeiterprüfung ist die Ausbildung beendet.

Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftfom.

Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrags unwirksam sein oder werden, so berührt dies nicht die Wirksamkeit des übrigen Vertragsinhalts. Die unwirksame Bestimmung gilt durch eine Regelung ersetzt, die dem am nächsten kommt, was mit der unwirksamen Regelung von den Vertragsparteien gewollt war.

Der Kooperationsvertrag tritt nach Unterzeichnung in Kraft.

_____________, den ___________                  ________________, den __________

______________________                             ______________________

Ausbildungsträger                                         Kooperationsbetrieb

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