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Befristeter Arbeitsvertrag und kurzfristige Beschäftigung

Erklärung zu diesem Musterarbeitsvertrag:

Bei diesem Muster handelt es sich um einen befristeten Arbeitsvertrag (ohne oder wahlweise mit Sachgrund). Der Grund der Befristung kann beispielsweise in der Krankheit eines anderen Mitarbeiters liegen. In § 2 des Musters ist eine Alternative zu wählen. 

Des Weiteren sieht der Musterarbeitsvertrag die Anstellung eines kurzfristig Beschäftigten vor, so dass keine Sozialabgaben zu leisten sind.

Hierzu darf der Arbeitnehmer nicht länger als 3 Monate bzw. 70 Tage im ganzen Kalenderjahr arbeiten.

Sobald diese Zeiträume überschritten werden, tritt die Sozialversicherungspflicht ein. Da die Zeiten aus dem ganzen Jahr addiert werden, sieht der Vertrag in § 8 eine Zusicherung seitens des Arbeitnehmers vor, dass im dem Kalenderjahr keine weiteren kurzfristigen Beschäftigungen ausgeübt wurden.

Bei der Anpassung des Musters ist darauf zu achten, dass die Befristung die 3-Monats-Frist bzw. die 70-Tage-Frist nicht überschreitet, da ansonsten die Sozialversicherungspflicht entsteht

Zwischen

__________________________ (Name/ Firmierung)

__________________________ (Anschrift)

- nachfolgend Arbeitgeber genannt -

und

_____________________________ (Vor- und Nachname)

_____________________________ (Anschrift)

- nachfolgend Arbeitnehmer genannt -

wird folgend

Arbeitsvertrag

geschlossen.

§ 1 Tätigkeit/Beginn des Arbeitsverhältnisses

(1) Der Arbeitnehmer wird ab dem _________ als ______________________ eingestellt. Die Tätigkeit umfasst schwerpunktmäßig folgende Aufgaben:

  • _________________________________,
  • _________________________________.

(2) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, im Bedarfsfall auch andere zumutbare Tätigkeiten im Betrieb ohne Änderung der sonstigen Vertragsbedingungen zu übernehmen.

§ 2 Dauer und Beendigung des Arbeitsverhältnisses

(1) Das Arbeitsverhältnis ist befristet. Es endet mit Ablauf des __________, ohne dass es einer ausdrücklichen Kündigung bedarf.

oder

(1) Das Arbeitsverhältnis ist befristet. Es endet nach ____ Wochen, ohne dass es einer ausdrücklichen Kündigung bedarf.

oder

(1) Der Arbeitnehmer wird zur aushilfsweisen Vertretung für die/den erkrankte/n Mitarbeiter/in __________________ eingestellt. Das Arbeitsverhältnis endet zwei Wochen nach der Mitteilung des Arbeitgebers über die Rückkehr von Herrn/Frau ______________ in den Betrieb, spätestens jedoch am ___________.

(2) Das Recht zur fristlosen außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt. Die außerordentliche Kündigung bedarf zur ihrer Wirksamkeit der Schriftform und hat die wesentlichen Kündigungsgründe zu enthalten.

§ 3 Vergütung

(1) Der Arbeitnehmer erhält eine monatliche Vergütung in Höhe von __________ EUR.

oder

(1) Der Arbeitnehmer erhält eine Vergütung von __________ EUR je Stunde.

(2) Die Vergütung ist jeweils am letzten Werktag des Monats fällig. Beträgt die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses weniger als einen Monat, so ist die Vergütung mit Ende des Arbeitsverhältnisses fällig.

(3) Die Vergütung wird dem Arbeitnehmer auf dessen Konto (IBAN: ____________________, BIC: ______________, Bank: ___________________) überwiesen.

§ 4 Arbeitszeit

(1) Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt ohne Pausen ____ Stunden wöchentlich. Ihre Einteilung richtet sich nach den betrieblichen Regelungen unter besonderer Berücksichtigung der Erfordernisse des Betriebs.

oder

(1) Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt ___ Wochenstunden an ___ Tagen zu je _____ Stunden.

(2) Vorbehaltlich einer anderweitigen Absprache beginnt die tägliche Arbeitszeit um ______ Uhr und endet um _______ Uhr.

§ 5 Urlaub

Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf ___ Werktage Urlaub. Der Zeitpunkt des Urlaubs ist mit dem Arbeitgeber abzustimmen.

§ 6 Weitere Beschäftigungen

(1) Der Arbeitnehmer versichert, in dem vergangenen Jahr nicht eine kurzfristige Beschäftigung ausgeübt zu haben, durch welche die Grenze von drei Monaten oder 70 Arbeitstagen überschritten wird.

(2) Vor Aufnahme jeder weiteren kurzfristigen Tätigkeit hat der Arbeitnehmer den Arbeitgeber unverzüglich zu informieren.

§ 7 Arbeitsverhinderung/Krankheit

(1) Ist der Arbeitnehmer durch Krankheit oder sonstige Ereignisse an der Arbeitsleistung verhindert, so hat er dem Arbeitgeber unverzüglich Mitteilung zu machen und dabei die Gründe der Verhinderung anzugeben.

(2) Eine Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit ist außerdem binnen drei Tagen durch eine ärztliche Bescheinigung oder eine entsprechende Mitteilung der Krankenkasse nachzuweisen, dabei ist die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit anzugeben.

(3) Ist der Arbeitnehmer infolge auf Krankheit beruhender Arbeitsunfähigkeit an der Arbeitsleitung verhindert, ohne dass ihn ein Verschulden trifft, so erhält er Entgeltfortzahlung nach den gesetzlichen Vorschriften.

§ 8 Verschwiegenheitspflicht

Der Arbeitnehmer verpflichtet sich über alle betrieblichen Vorgänge, die ihm im Rahmen oder aus Anlass seiner Tätigkeit beim Arbeitgeber zur Kenntnis gelangen, nach außen hin Stillschweigen zu bewahren. Diese Pflicht besteht auch nach dem Ausscheiden des Arbeitnehmers aus dem Unternehmen fort.

§ 9 Ausschlussfristen

Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und solche, die mit diesem in Verbindung stehen, sind innerhalb von 3 Monaten nach Fälligkeit, spätestens jedoch innerhalb von 3 Monaten nach Beendigung des Vertragsverhältnisses schriftlich gegenüber der anderen Vertragspartei geltend zu machen. Ansprüche, die nicht innerhalb dieser Frist geltend gemacht werden, sind verfallen. Der Ausschluss gilt nicht, soweit ein Anspruch auf der Haftung wegen Vorsatz beruht.

§ 10 Sondervereinbarungen

(1) Nichtigkeit oder Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieses Vertrages berühren die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Sie haben nicht die Nichtigkeit oder Unwirksamkeit des gesamten Vertrages zur Folge.

(2) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform. Dies gilt nicht für individuelle Vertragsabreden i. S. v. § 305b BGB mit einem vertretungsbefugten Vertreter des Arbeitgebers. Im Übrigen kann das Formerfordernis nicht durch mündliche Vereinbarung, konkludentes Verhalten oder stillschweigend außer Kraft gesetzt werden.

Ort ________________

Datum _____________

____________________                                  ______________________

Arbeitgeber                                                                Arbeitnehmer

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