Gemeinschaftspraxisvertrag

... Beginn Ausschnitt ...

Zwischen
Frau/ Herrn _________________________________________________________

in (Anschrift) ________________________    ________________________________

und

Frau/ Herrn _________________________________________________________

in (Anschrift) ________________________    ________________________________

wird folgender Gesellschaftervertrag des bürgerlichen Rechts geschlossen:


§ 1
Zweck und Gegenstand des Vertrages

(1)    Zweck dieses Gesellschaftervertrages ist die gemeinschaftliche Ausübung der vertragszahnärztlichen und privatzahnärztlichen Tätigkeit in _________________ in Form einer Gemeinschaftspraxis.

(2)    Die Vertragsparteien errichten zu diesem Zwecke hiermit eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts. Soweit sich aus diesem Vertrag nichts anderes ergibt, finden die §§ 705 bis 740 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) Anwendung.


§ 2
Name der Gemeinschaftspraxis

(1)    Der Name der Gemeinschaftspraxis lautet:

Gemeinschaftspraxis
_______________________ und _______________________
________________________________________________.

(2)    Die in Absatz 1 genannte Bezeichnung der Gemeinschaftspraxis wird insbe¬sondere auf Praxisschildern, Praxisdrucksachen und Stempel, sowie bei allen an¬deren Mitteilungen an Dritte geführt.

§ 3
Sitz der Gemeinschaftspraxis

(1)    Die Gemeinschaftspraxis hat ihren Sitz in (Anschrift) ______________________ ________________________________________________________________.

(2)    Die Gemeinschaftspraxis wird in den, aufgrund des zwischen _______________ ________ und _______________________ geschlossenen Mietvertrages vom ____________ in __________________________________________________ ___________________________________ (Anschrift), angemieteten Räumen ausgeübt.

1. Alternative zu § 3 Abs. 2:

(2)    Die Gemeinschaftspraxis wird in den von _______________________ mit  _______________________ (Vermieter) durch Mietvertrag vom ____________ angemieteten Räumlichkeiten in ______________________________________ _______________________________________________ (Anschrift) ausgeübt. Die Zustimmung des Vermieters zum Eintritt der übrigen Vertragspartner in den bestehenden Mietvertrag ist mit Wirkung vom ____________ erteilt worden.

2. Alternative zu § 3 Abs. 2:

(2) Die Praxisräume wurden bisher von Frau/ Herrn _______________________ gemietet und betrieben. Die Gesellschafter verpflichten sich, dem Mietvertrag als Mieter beizutreten, spätestens bis zum Ablauf des 2. Jahres nach Beginn der Gemeinschaftspraxis. Sollte der Beitritt mangels Zustimmung des Vermieters nicht möglich sein, so verpflichten sich die Gesellschafter, den bisherigen Mieter im Umfang ihrer Beteiligung von den Verpflichtungen aus dem Mietvertrag freizustellen. Sie sind dem Mieter schon vom Beginn der Gemeinschaftspraxis an in Bezug auf die von diesem allein erfüllte Verpflichtungen aus dem Mietvertrag im Rahmen ihrer Beteiligung erstattungspflichtig.


§ 4
Anzeige an die Bezirkszahnärztekammer

(1)    Der Zusammenschluss zur gemeinsamen Berufsausübung ist gem. § 21 Abs. 5 der Berufsordnung der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg der zustän¬digen Bezirkszahnärztekammer anzuzeigen. Die zuständige Kassenzahnärztliche Vereinigung ist ebenfalls zu unterrichten. Die Anzeige erfolgt durch alle Gesell¬schafter gemeinsam.

(2)    Die Gesellschafter werden bis zum ____________ die für die Ausübung der Gemeinschaftspraxis nach dem jeweiligen Berufsrecht notwendigen Maßnahmen treffen. Dies gilt auch für notwendige Zulassungen. Für Verzögerungen haftet im Innenverhältnis allein der Betroffene.


§ 5
Beginn und Dauer der Gemeinschaftspraxis

(1)    Die Gemeinschaftspraxis beginnt am ____________.

(2)    Der Vertrag wird, unbeschadet von § 20 dieses Vertrages, auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.


§ 6
Verpflichtung zur Zusammenarbeit

(1)    Die Gesellschafter verpflichten sich,
a)    der Gemeinschaftspraxis in gleichem Maße grundsätzlich ihre volle Arbeits¬kraft zu widmen, wobei ein optimaler Ausgleich zwischen den im Vordergrund stehenden Praxisinteressen und den nach Möglichkeit zu berücksichtigenden Privatinteressen der Gesellschafter angestrebt werden soll,
b)    ein Höchstmaß kollegialer Zusammenarbeit zu pflegen und für wechselseitige konsiliarische Tätigkeit jederzeit zur Verfügung zu stehen,
c)    sich gegenseitig zu vertreten und über alle wesentlichen Geschehnisse in der Praxis von gemeinsamem Interesse, insbesondere auch im personellen Be¬reich, zeitnah zu unterrichten,
d)    bei der Praxisausübung die freie Arztwahl seitens der Patienten zu gewähr¬leisten,
e)    bei der Berufsausübung sorgfältig und gewissenhaft vorzugehen und die Vor¬schriften der jeweils geltenden Berufsordnung zu beachten.

(2)    Die Ausübung von Nebentätigkeiten bedarf eines einstimmigen Beschlusses aller Gesellschafter, sofern für diese Tätigkeit Praxiszeit in Anspruch genommen wird. Die Beteiligung an weiteren, auf die gemeinschaftliche Berufsausübung gerichteten Zusammenschlüsse ist dem Partner nicht gestattet.

(3)    Die Ausübung eines Ehrenamtes in einer zahnärztlichen Standesorganisation oder einem zahnärztlichen Berufsverband stellt keine Nebentätigkeit i. S. v. Ab¬satz 2 dar. Vor der Übernahme einer solchen Tätigkeit erfolgt eine partnerschaft¬liche Abstimmung zur Vermeidung von Überbelastungen für den oder die ande¬ren Gesellschafter.

(4)    Bei Heranziehung der Gemeinschaftspraxis zum allgemeinen zahnärztlichen Notdienst sind die Vertragspartner zur Teilnahme am Notfalldienst im gegen¬seitigen Wechsel verpflichtet, soweit nicht eine örtlich abweichende Regelung durch die Kammer oder Kassenzahnärztliche Vereinigung vorgeschrieben ist.

(5)    Die Gesellschafter verpflichten sich untereinander zu einer dem neuesten zahn¬medizinischem Stand entsprechenden Diagnostik und Therapie und zur entspre¬chenden Fortbildung.


§ 7
Arbeitszeit und Arbeitsteilung

(1)    Die Gesellschafter legen ihre Arbeitszeit, die Arbeitsteilung und die Sprech¬stunden der Praxis sowie deren jeweiligen Änderungen in gegenseitigem Einver¬nehmen unter Beachtung der einschlägigen berufsrechtlichen Vorschriften fest.

(2)    Sekretariat und Telefonzentrale werden so organisiert, dass für jeden Patient - abgesehen von Sonderfällen (z. B. Notfalldienst oder Vertretung) - die freie Arzt¬wahl gewährleistet ist.


§ 8
Bestehende Vertragsverhältnisse

Den Gesellschaftern sind die für die bisherige Praxis _________________________ ___________________________________________________________ (Anschrift der Praxis) bestehenden Verträge, einschließlich der Verträge mit dem Praxisper¬sonal bekannt; die Gesellschafter verpflichten sich, auf Seiten der/ des bisherigen Praxisbetreiber/in diesen Verträgen beizutreten. Wird die Zustimmung des oder der anderen Gesellschafter verweigert, so sind die Gesellschafter verpflichtet, die/ den bisherige/n Praxisbetreiber/in ab Beginn der Gemeinschaftspraxis im Umfang ihrer Beteiligung von den Verpflichtungen aus den bestehenden Vertragsverhältnissen freizustellen und ihr oder ihm etwa allein bezahlte Beträge anteilig zu erstatten. Die Verträge sind diesem Gesellschaftsvertrag als Anlage beigefügt. Neue Verträge werden ab Bestehen der Gemeinschaftspraxis von den Gesellschaftern ge¬meinschaftlich abgeschlossen.


§ 9
Behandlungsverträge

(1)    Die Gesellschafter bringen ihren bisherigen Patientenstamm in die Gesellschaft ein. Stimmt ein Patient der Übernahme des Behandlungsvertrages durch die Gemeinschaftspraxis nicht zu, wird er weiterhin ausschließlich durch den bis¬herigen Vertragspartner des Behandlungsvertrages behandelt. Auch die Abrech¬nung erfolgt über diesen Vertragspartner. Im Innenverhältnis wird der Behand¬lungsvertrag abgerechnet, als sei die Behandlung durch die Gemeinschaftspraxis erfolgt.

(2)    Behandlungsverträge werden ausschließlich für die Gemeinschaftspraxis ge¬schlossen und über diese abgerechnet. Durch geeignete Maßnahmen ist eine gleichmäßige Belastung aller Vertragspartner zu gewährleisten. Die Entschei¬dung über die Behandlung eines Patienten obliegt selbständig und eigenver¬antwortlich dem jeweils behandelnden Gesellschafter. Dieser entscheidet auch frei über die jeweilige Therapie. Er ist nicht verpflichtet, vorhandene therapeu¬tische Möglichkeiten der Gemeinschaftspraxis einzusetzen, wenn dies aus fach¬lichen Erwägungen heraus im Einzelfall untunlich erscheint.



(3)    Jeder Gesellschafter kann im Einzelfall die Behandlung von Patienten annehmen oder ablehnen, ohne den übrigen Gesellschaftern hierüber Rechenschaft ablegen zu müssen, solange er sich innerhalb der Grenzen des Berufsrechts hält.

(4)    Die Ausführung von Behandlungsverträgen erfolgt durch den jeweiligen Gesell¬schafter unabhängig und selbständig. Die Verantwortung für die ordentliche Er¬füllung liegt nur beim behandelnden Gesellschafter.


§ 10
Praxispersonal

(1)    Das erforderliche Praxispersonal für die Gemeinschaftspraxis wird durch die Ge¬sellschafter gemeinsam angestellt, sofern diese Aufgabe nicht einem Gesell¬schafter allein übertragen wird. Der Einsatz des Personals sowie alle arbeits¬rechtlichen Maßnahmen (z. B. Abmahnungen, Änderungen und Kündigungen der Anstellungsverträge) erfolgen im Einvernehmen der Gesellschafter.

(2)    Liegen die Voraussetzungen für eine fristlose Kündigung eines Mitarbeiters vor, so ist ein Gesellschafter allein berechtigt, die fristlose Kündigung auszusprechen, sofern eine Abstimmung unter den anderen Gesellschaftern nicht möglich ist oder andernfalls wesentliche Fristen versäumt würden.

(3)    Für den Fall, dass einem Gesellschafter die Zusammenarbeit mit einem Mit¬arbeiter nicht zugemutet werden kann, hat er das Recht, von den anderen Ge¬sellschaftern die Zustimmung zu einer ordentlichen Kündigung zu verlangen.
(4)    Die Gesellschafter erstellen gemeinsam einen Dienstplan für die Gemeinschafts¬praxis.
(5)    Für einen beschäftigten Assistenten wird einem der Gesellschafter die Betreuung übertragen. Im Falle der Weiterbildung kann die Betreuung des Weiterbildungs¬assistenten nur dem hierzu ermächtigten Gesellschafter übertragen werden.


§ 11
Krankheit und Berufsunfähigkeit

(1)    Bei Erkrankung eines Gesellschafters wird dieser grundsätzlich durch den oder die anderen Gesellschafter vertreten. Für die Zeit der Vertretung wegen Er¬krankung erhält die oder der Vertretende einen Vorab i. H. v. € ___________ pro Arbeitstag. Die Gewinnverteilung bleibt davon grundsätzlich unberührt.

(2)    Erkrankt ein Gesellschafter für eine längere Zeit als ____ (4) Wochen, kann die Gemeinschaftspraxis zu Lasten seines Gewinnanteiles eine/n Vertreter/in einstellen. Die/ der Erkrankte hat bei der Bestellung der/ des Vertreterin/ Vertre¬ters eine beratende Stimme.

(3)    Erkrankt ein Gesellschafter länger als ____ (6) Monate, kann die Gemeinschafts¬praxis seinen Gewinnanteil um _____ % herabsetzen.

(4)    Die Regelungen über Kündigung und Ausschluss bleiben unberührt.

(5)    Wird ein Gesellschafter dauernd berufsunfähig, scheidet dieser zum Ende des Jahres aus der Gesellschaft aus, in welchem die dauernde Berufsunfähigkeit durch einen ärztlichen Sachverständigen festgestellt wird, frühestens jedoch mit einer Frist von ____ (3) Monaten zum Ende eines _____________________ (Kalendervierteljahres).

(6)    War ein Gesellschafter innerhalb von ____ (2) Jahren infolge Krankheit mehr als 200 Arbeitstage arbeitsunfähig, kann der andere Gesellschafter oder können die anderen Gesellschafter verlangen, dass der erkrankte Gesellschafter zur Klärung der Frage seiner dauernden Berufsunfähigkeit sich einer Untersuchung durch einen ärztlichen Sachverständigen unterzieht. Der Sachverständige ist von der zuständigen Ärztekammer zu benennen. Unterzieht sich der erkrankte Gesell¬schafter innerhalb von 6 Wochen nach Zugang des schriftlichen Verlangens ohne ausreichenden Grund nicht der Untersuchung durch einen Sachverständigen, scheidet er in entsprechender Anwendung von Absatz 5 aus der Gemeinschafts¬praxis aus.

(7)    Dauert die Erkrankung eines Gesellschafters ununterbrochen zwei Jahre an, wird dessen Berufsunfähigkeit, ungeachtet der in Absatz 6 getroffenen Regelung, ver¬mutet. In diesem Falle scheidet der erkrankte Gesellschafter mit Ablauf des fol¬genden Kalendervierteljahres aus der Gesellschaft aus, sofern er nicht vorher seine Berufstätigkeit wieder voll aufgenommen hat und aufgrund einer Unter¬suchung gem. Absatz 6 die Gewähr für eine auf Dauer gesicherte Arbeitskraft gegeben ist.


§ 12
Urlaub, Vertretung, Fortbildung

(1)    Jeder Gesellschafter hat Anspruch auf einen jährlichen Erholungsurlaub von ____ (30) Arbeitstagen. Arbeitstage sind alle Kalendertage mit Ausnahme von Samstagen, Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen.

(2)    Die Urlaubszeiten sind so zu verteilen, dass unter allen Umständen die zahn¬ärztliche Versorgung der Patienten gewährleistet ist.

(3)    Zeitpunkt und Dauer des Urlaubs werden jeweils unter Berücksichtigung der Erfordernisse der Praxis und familiärer Belange sowie unter vorheriger Ab¬sprache der Gesellschafter rechtzeitig vor Urlaubsbeginn einvernehmlich festge¬legt. Kommt eine Einigung nicht zustande, entscheidet das Los. Die Ziehung erfolgt in der Reihenfolge des Alters; der älteste Vertragspartner beginnt. Im Regelfall soll ein zusammenhängender Urlaub ____ Wochen nicht überschreiten.

(4)    Während des jeweiligen Urlaubes vertreten sich die Gesellschafter unentgeltlich.




(5)    Zusätzlich hat jeder Gesellschafter das Recht zur Teilnahme an wissenschaft¬lichen Kongressen, Fortbildungsveranstaltungen und zur Erfüllung staatsbürger¬licher Pflichten, bis zu einer Dauer von jährlich ____ Arbeitstagen. Dabei soll auch bei einer nicht als Urlaub geltenden Abwesenheit das Gleichbehandlungs¬prinzip unter den Gesellschaftern gelten.


§ 13
Haftung

(1)    Die Gesellschafter haften im Außenverhältnis als Gesamtschuldner. Im Innenver¬hältnis haftet jeder Gesellschafter nur für eigenes Verschulden.
 
(2)    Die Gesellschafter verpflichten sich zum Abschluss einer Berufshaftpflichtver¬sicherung mit angemessener Deckungssumme und werden diese Versicherung dem anderen Gesellschafter oder den anderen Gesellschaftern nachweisen. Die Deckungssumme wird regelmäßig jährlich daraufhin überprüft, ob eine Erhöhung angezeigt ist. Über eine Erhöhung beschließen die Gesellschafter mit einfacher Mehrheit.

(3)    Die alleinige Verantwortlichkeit in strafrechtlichen, disziplinarrechtlichen oder be¬rufsrechtlichen Verfahren wird hiervon nicht berührt.

(4)    Beruht ein die Gemeinschaftspraxis betreffender Haftpflichtfall auf grober Fahr¬lässigkeit oder Vorsatz eines Gesellschafters und deckt die Haftpflichtversiche¬rung den Schaden nicht, trägt der verantwortliche Gesellschafter den Schaden im Innenverhältnis allein.


§ 14
Einlagen der Gesellschafter,
Beteiligung am Gesellschaftsvermögen

I. Eintritt eines Gesellschafters in eine bereits bestehende Einzelpraxis:

(1) Der zum ____________ festgestellte Wert aller Praxisgegenstände gemäß beilie¬gender Inventarliste (Anlage Nr.____), die Gegenstand des Vertrages ist, beträgt € ___________ (in Worten: _____________________________________).
(2)    Der „Goodwill“, der bisher von Frau/ Herrn _______________________ allein geführten Praxis, beträgt nach dem von _______________________ erstellten und von den Vertragsparteien anerkannten Gutachten vom ____________
€ ___________ (in Worten: _____________________________________).

(3)    Der Gesellschafter Frau/ Herr _______________________ bringt die in den vor¬stehenden Abs. 1 und 2 genannten Gegenstände im Gesamtbetrag von
€ ___________ (in Worten: _____________________________________) in die Gesellschaft ein.


(4)    Der eintretende Gesellschafter ist berechtigt und verpflichtet, einen Anteil von ____ % an diesen Gegenständen zu erwerben. Der eintretende Gesellschafter verpflichtet sich, den gegenwärtigen Betrag von € ___________ (in Worten: _____________________________________) innerhalb eines Zeitraumes von ____ Jahren an Frau/ Herrn _______________________ in vierteljährlichen Raten zu je € ___________ zu bezahlen. Die Raten werden zum 1. eines Kalendervierteljahres, erstmals am ____________ fällig. Die Zahlungen erfolgen zunächst auf den anteiligen „Goodwill“.

(5)    Das Eigentum an den aus der Inventarliste ersichtlichen Einrichtungsgegen¬ständen geht im Umfang eines Miteigentumsanteils von ____ % (siehe Abs. 4) mit vollständiger Bezahlung des in Absatz 4 genannten Betrages auf Frau/ Herrn _______________________ über. Frau/ Herr ___________________ räumt schon jetzt Frau/ Herrn ___________________ den unentgeltlichen Mitbesitz an allen aus der Inventarliste ersichtlichen Einrichtungsgegenständen ein.

Alternative zu § 14 I.:

(1)    Der Gesellschafter Frau/ Herr ___________________ bringt die bisherige Einzel¬praxis ohne Forderungen und Verbindlichkeiten zu Buchwerten in die Gemein¬schaftspraxis ein. Er führt die Buchwerte in seinem Sondervermögen fort und stellt alle Einrichtungsgegenstände/ Praxisgegenstände der Gemeinschaftspraxis unentgeltlich zur Verfügung. Die Benutzung der Gegenstände steht jedem Gesell¬schafter in gleichem Umfange zu.

(2)    Der eintretende Gesellschafter Frau/ Herr ___________________ ist am Ge¬sellschaftsvermögen nicht beteiligt. Dies gilt für die bei Beginn der Gemein¬schaftspraxis im Gesellschaftsvermögen vorhandenen Gegenstände. Soweit Gesellschaftsvermögen während der Dauer der Gemeinschaftspraxis gemein¬schaftlich angeschafft wird oder wurde, sind die Vertragspartner entsprechend ihrer Beteiligung am Gewinn daran beteiligt.

(Hier bitte die Praxis des jeweiligen Zulassungsausschusses prüfen, ob dieser für die Genehmigung einer gleichberechtigten Gemeinschaftspraxis im Sinne des § 85 Abs. 4 b SGB V eine Beteiligung jedes Gesellschafters am materiellen Gesellschaftsver¬mögen fordert!)

II. Bei Neugründung einer Gemeinschaftspraxis:

(1)    Irgendwelche Praxisgegenstände, Apparate, Instrumente oder Barvermögen wer¬den zu Beginn der Gemeinschaftspraxis von keinem Gesellschafter eingebracht.

(2)    Alle während der Vertragsdauer zur Erreichung des Gesellschaftszweckes ge¬meinsam angeschafften Einrichtungsgegenstände, Apparate, Instrumente, Ver¬brauchsmaterialien usw. werden gemeinschaftliches Eigentum der Gesellschaf¬ter. Darüber ist eine Inventarliste zu erstellen (Anlage Nr. ____) und fortlaufend zu ergänzen. Die Benutzung dieser Gegenstände steht jedem Gesellschafter in gleichem Umfang zu. Die Gesellschafter verpflichten sich die Gegenstände pfleg¬lich zu behandeln und sie auf dem neusten Stand der technischen Entwicklung zu halten. Neuanschaffungen müssen einvernehmlich vorgenommen werden, im Rahmen des Praxisablaufes sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar sein.
§ 15
Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis

(1)    Die Geschäftsführung und die rechtsgeschäftliche Vertretung der Gesellschaft erfolgt durch die Gesellschafter gemeinsam. In nachfolgenden Fällen ist jeder der Gesellschafter zur alleinigen Geschäftsführung und Vertretung der Gemein¬schaftspraxis berechtigt:
a)    zur Erledigung laufender, vor allem wiederkehrender Geschäfte,
b)    bei Eingehung neuer Verbindlichkeiten, die die Gemeinschaftspraxis nicht für länger als ____ (1) Jahr oder nicht mit einem höheren Betrag als
€ ___________ (in Worten: _____________________________________) verpflichtet.

Alternative zu § 15 Abs. 1:

(1)    Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gemeinschaftspraxis ist jeder Gesell¬schafter berechtigt und verpflichtet. Mit Zustimmung sämtlicher Partner können einzelne Geschäftsbereiche ausschließlich einem oder mehreren Gesellschaftern übertragen werden. Die Berechtigung und Verpflichtung eines jeden Gesellschaf¬ters zur eigenverantwortlichen Erbringung der beruflichen Leistung bleibt unbe¬rührt.

(2)    Die Geschäftsführungsbefugnis ist beschränkt auf Handlungen, die die selb¬ständige Ausübung des freien Berufes oder der gewöhnliche Gang der Praxisfüh¬rung mit sich bringt. Darüber hinausgehende Maßnahmen bedürfen der Zustim¬mung aller Gesellschafter. Widerspricht ein Gesellschafter einem Geschäft, das ein anderer Gesellschafter vornehmen will, so hat dieses zu unterbleiben.

(3)    Über das bei der ____________________________ (Name des Kreditinstitutes/ der Bank), BLZ _________________ eingerichtete Konto __________________ der Gemeinschaftspraxis ist jeder Gesellschafter allein zeichnungsberechtigt. Im Innenverhältnis bedarf es der Zustimmung eines anderen Gesellschafters bei der Verfügung von mehr als € ___________ im Einzelfall, bzw. maximal
€ ___________ p. a.. Sämtliche die Gesellschaft betreffende Zahlungen haben über Konten der Gesellschaft zu erfolgen.

(4)    Die Entziehung oder Beschränkung des Rechts zur Geschäftsführung oder zur Vertretung durch einen Gesellschafter außerhalb der Berufsausübung ist durch einstimmigen Beschluss der übrigen Gesellschafter möglich, wenn hierfür ein sachlicher Grund vorliegt. Die Berechtigung eines jeden Gesellschafters zur eigenverantwortlichen Erbringung der beruflichen Leistung bleibt unberührt.


§ 16
Beteiligung, Entnahmen der Gesellschafter

(1)    Die Gesellschafter haben innerhalb der Gesellschaft die nachstehend aufge¬führten Anteile:
Gesellschafter ___________________ ein Anteil von _____ %
Gesellschafter ___________________ ein Anteil von _____ %
Gesellschafter ___________________ ein Anteil von _____ %.

(2)    Die Gesellschafter neben entsprechend der in Absatz 1 geregelten Beteiligungs¬quote am Gewinn und ggfs. am Verlust der Gemeinschaftspraxis teil.

(3)    Jeder Gesellschafter darf 75 % seines Gewinnanteiles für das letzte Geschäfts¬jahr im laufenden Geschäftsjahr ...

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