☎ 069 71 67 2 67 0
US  EU  ES

Reisevertretervertrag

zwischen

______________________

- nachfolgend Unternehmer genannt -

und

___________________________

- nachfolgend Arbeitnehmer genannt -

§ 1 Gegenstand des Vertrages

(1) Der Unternehmer betraut den Arbeitnehmer mit dem Vertrieb seiner in der Anlage zu diesem Vertrag angegebenen Produkte.

ergänzend

(2) Dem Arbeitnehmer wird ein Bezirk zugewiesen, der sich aus dem diesem Vertrag als Anlage I beigefügten Kartenausschnitt ergibt. Der Unternehmer ist berechtigt, den Vertretungsbezirk zu ändern, auch zu verkleinern, wenn dies sachdienlich ist.

§ 2 Probezeit und Kündigung

(1) Die ersten sechs Monate des Anstellungsverhältnisses gelten als Probezeit. Während der Probezeit kann das Anstellungsverhältnis beiderseits und jederzeit unter Beachtung einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden.

Nach Ablauf der Probezeit kann das Anstellungsverhältnis beiderseits mit einer Frist von sechs Monaten zum Jahresende gekündigt werden.

oder

(1) Das Anstellungsverhältnis wird für die Dauer von zwei Jahren abgeschlossen. Während der Befristung kann beiderseits unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden.

(2) Die Kündigung bedarf für beide Vertragsparteien der Schriftform.

§ 3 Pflichten des Arbeitnehmers

(1) Der Arbeitnehmer hat die Interessen des Unternehmers mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns wahrzunehmen; er wird für den Unternehmer ausschließlich persönlich tätig.

(2) Der Arbeitnehmer hat für den Unternehmer nach dessen Weisungen Geschäfte mit Dritten zu vermitteln; der Abschluss der Geschäfte erfolgt durch den Unternehmer unmittelbar - der Arbeitnehmer ist insoweit nicht bevollmächtigt, insbesondere auch nicht zum Einzug von Forderungen.

Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, Dritten gegenüber nicht den Eindruck zu erwecken, es bestünde eine Abschlussvollmacht; er ist ferner verpflichtet, die Möglichkeit eines Vertragsabschlusses ausschließlich auf den ihm von dem Unternehmer zur Verfügung gestellten Formularen festzuhalten.

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, die in Betracht kommenden Kunden in dem Vertragsgebiet regelmäßig, mindestens jedoch monatlich einmal zu besuchen und die bestehenden Geschäftsbeziehungen auszubauen.

Er hat dem Unternehmer die erforderlichen Nachrichten zu geben, insbesondere ihm von jeder Geschäftsvermittlung unverzüglich Mitteilung zu machen, ferner über den Stand der Bemühungen und die Aussicht auf Abschlüsse.

Die Kreditwürdigkeit der Kunden hat der Arbeitnehmer, soweit möglich, eigenverantwortlich zu prüfen; mangels Vorliegen von Indizien für eine fehlende Kreditwürdigkeit des Kunden darf sich der Arbeitnehmer der ihm bekannten allgemeinen Auffassung über die Bonität des Kunden anschließen.

Gehen dem Arbeitnehmer Hinweise über Zweifel an der Kreditwürdigkeit des Kunden zu, hat er diese Hinweise unverzüglich dem Unternehmer zur Kenntnis zu geben.

ergänzend

(3) Der Arbeitnehmer hat über alle Geschäftsgeheimnisse des Unternehmers während der Dauer des Vertrags und nach Beendigung des Vertrags Stillschweigen zu bewahren.

ergänzend

(4) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, unter Zuhilfenahme der ihm von dem Unternehmer zur Verfügung gestellten Formulare Kundenbesuchsberichte zu erstellen und diese dem Unternehmer monatlich zuzuleiten.

§ 4 Wettbewerbsverbot

(1) Dem Arbeitnehmer ist es nicht gestattet, während des Vertragsverhältnisses sowie einer Zeit von zwei Jahren nach Vertragsende für andere Unternehmer tätig zu werden, die mit dem Unternehmer im Wettbewerb stehen. Soweit das Wettbewerbsverbot die Zeit nach Vertragsbeendigung betrifft, zahlt der Unternehmer dem Arbeitnehmer nach Vertragsende eine Entschädigung in Höhe von _____ % der zuletzt von dem Arbeitnehmer verdienten Jahresprovision.

(2) Der Unternehmer kann bis zum Ende des Vertragsverhältnisses schriftlich auf die Wettbewerbsbeschränkung mit der Wirkung verzichten, dass er mit dem Ablauf von einem Jahr seit der Erklärung von der Verpflichtung zur Zahlung der Entschädigung frei wird.

§ 5 Pflichten des Unternehmers

(1) Der Unternehmer hat dem Arbeitnehmer die zur Ausübung seiner Tätigkeit erforderlichen Unterlagen, wie Muster, Zeichnungen, Preislisten, Werbedrucksachen und Geschäftsbedingungen, kostenlos zur Verfügung zu stellen.

(2) Der Unternehmer darf - soweit nicht bereits ein verbindlicher Vertragsabschluss mit Dritten vorliegt - angebotene Geschäfte frei annehmen oder ablehnen. Er hat dem Arbeitnehmer jedoch unverzüglich die Annahme oder Ablehnung eines vermittelten oder ohne Vertretungsmacht abgeschlossenen Geschäfts mitzuteilen und ihn zu unterrichten, wenn er Geschäfte voraussichtlich nur in erheblich geringerem Umfang abschließen wird, als nach den Umständen zu erwarten ist.

ergänzend

(3) Soweit der Unternehmer unmittelbar mit Kunden aus dem Vertragsgebiet korrespondiert, hat er dem Arbeitnehmer auf Verlangen Kopien der gewechselten Schreiben zu überlassen.

§ 6 Vergütung

(1) Die Vergütung des Angestellten setzt sich zusammen aus einem monatlichen Fixum in Höhe von EUR _______ sowie einer Provision, die sich aus den nachfolgenden Absätzen ergibt.

(2) Die Provision beträgt für

alle vom Angestellten vermittelten Geschäfte ____________ %;

Folgegeschäfte mit Kunden, die der Angestellte geworben hat, _______ %;

für Geschäfte mit Kunden aus dem dem Angestellten zugewiesenen Bezirk ___ %.

Für ein Geschäft, welches erst nach Beendigung des Vertragsverhältnisses abgeschlossen wird, erhält der Angestellte eine Provision nur unter den einschränkenden Voraussetzungen des § 87 Abs. 3 HGB.

ergänzend

Von der Provisionspflicht sind die folgenden Geschäfte ausgeschlossen:

Geschäfte mit Kunden, die sich aus der diesem Vertrag als Anlage II beigefügten Liste ergeben,

Geschäfte, für die die Provision einem ausgeschiedenen Angestellten zusteht.

(3) Die Provision errechnet sich aus den Netto-Preisen. Von den Rechnungsbeträgen sind alle Nachlässe, die den Kunden gewährt werden, abzusetzen, mit Ausnahme eines Barzahlungsnachlasses bis zu _______ %.

(4) Die Provision ist entstanden, wenn der Unternehmer das Geschäft ausgeführt hat.

oder

(4) Die Provision ist entstanden, sobald und soweit der Dritte das Geschäft ausgeführt hat. Der Arbeitnehmer hat in diesem Fall einen Anspruch auf einen Vorschuss in Höhe von _____ % der zu erwartenden Provision, die sich aus dem von dem Unternehmer bereits ausgeführten Geschäft ergibt.

(5) Steht fest, dass der Dritte nicht leistet, so entfällt der Anspruch auf Provision; bereits empfangene Beträge sind zurückzugewähren einschließlich etwa gezahlter Provisionsvorschüsse. Die Nichtzahlung des Dritten steht im Sinne dieser Bestimmung fest, wenn nach billigem Ermessen bei Anwendung der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns weitere Schritte zur Durchsetzung der gegen den Dritten bestehenden Ansprüche keinen Erfolg versprechen; der Unternehmer ist unter diesen Voraussetzungen nicht verpflichtet, gerichtlich gegen den Dritten vorzugehen.

ergänzend

Die Nichtleistung des Dritten steht im Sinne dieser Bestimmung fest, wenn der Unternehmer aus einem vorläufig vollstreckbaren Titel die Zwangsvollstreckung erfolglos versucht hat, wenn die Rechtsverfolgung gegen den Dritten infolge einer nach dem Abschluss des Geschäfts eingetretenen Änderung des Wohnsitzes, der gewerblichen Niederlassung oder des Aufenthaltsorts des Dritten wesentlich erschwert ist oder wenn über das Vermögen des Dritten das Insolvenzverfahren eröffnet wird.

(6) Der Unternehmer ist verpflichtet, die Provision vierteljährlich abzurechnen; die Abrechnung hat unverzüglich zu erfolgen, spätestens bis zum Ablauf des dem Abrechnungszeitraum folgenden Monats.

Die Auszahlung der Provision, abzüglich eventuell geleisteter Vorauszahlungsbeträge, erfolgt sofort nach der Abrechnung.

§ 7 Fahrtkosten, Spesen

(1) Das Unternehmen stellt dem Angestellter einen PKW _______ als Dienstwagen zur Verfügung, die private Benutzung ist dem Angestellter gestattet, allerdings nur bis zu einer jährlichen Gesamtstrecke von _____ km.

oder

(1) Der Unternehmer erstattet dem Angestellten für die Benutzung seines eigenen PKW ______ EUR je dienstlich gefahrenem Kilometer. Der Angestellte hat hierüber eine geeignete Aufzeichnung zu führen.

(2) Die dem Angestellter durch seine Tätigkeit entstehenden Reisespesen werden ihm gegen monatliche Abrechnung erstattet. Für die Erstattung von Kosten gelten die allgemeinen Reisekostenrichtlinien der Firma, die insoweit Bestandteil dieses Vertrages sind.

oder

(2) Sonstige Spesen werden pauschal erstattet. Einzelheiten regelt die diesem Vertrag beigefügte Anlage III.

§ 8 Urlaub

Der Angestellte erhält einen Erholungsurlaub von _____ Arbeitstagen jährlich.

oder

Der Angestellter erhält einen Erholungsurlaub von _____ Arbeitstagen jährlich. Nach einem Anstellungsverhältnis von _____ Jahren verlängert sich der Urlaub um _____ Arbeitstage.

§ 9 Arbeitsverhinderung/Krankheit

Ist der Arbeitnehmer durch Krankheit oder sonstige Ereignisse an der Arbeitsleistung verhindert, so hat er dem Arbeitgeber unverzüglich Mitteilung zu machen und dabei die Gründe der Verhinderung anzugeben. Eine Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit ist außerdem binnen drei Tagen durch eine ärztliche Bescheinigung oder eine entsprechende Mitteilung der Krankenkasse nachzuweisen; dabei ist die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit anzugeben.

§ 10 Wahrung der Verschwiegenheit

(1) Der Angestellter verpflichtet sich, über alle vertraulichen Angelegenheiten und Vorgänge, insbesondere Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnisse, die ihm im Rahmen seiner Tätigkeit bekannt geworden sind, während der Dauer des Anstellungsvertrages und nach seiner Beendigung Stillschweigen zu bewahren.

(2) Der Angestellter verpflichtet sich, über Kenntnisse und Erfahrungen, die er aus Anlass des Anstellungsvertrages gewonnen hat und deren Verwertung oder Mitteilung an Dritte die Interessen des Arbeitgebers schädigen kann, Stillschweigen zu bewahren.

(3) Während der Dauer des Anstellungsvertrages und nach seiner Beendigung ist der Angestellter verpflichtet, Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse, deren Verwertung oder Mitteilung an andere ein berechtigtes gewerbliches Interesse des Arbeitgebers schädigen könnte, Stillschweigen zu bewahren.

§ 11 Sonstige Vereinbarungen

(1) Nichtigkeit oder Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieses Vertrages berühren die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Sie haben nicht die Nichtigkeit oder Unwirksamkeit des gesamten Vertrages zur Folge. Die unwirksamen oder nichtigen Bestimmungen sind so umzudeuten, dass der mit ihnen beabsichtigte wirtschaftliche Zweck erreicht wird. Ist eine Umdeutung nicht möglich, sind die Vertragsschließenden verpflichtet, eine Vereinbarung zu treffen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen oder nichtigen Bestimmung möglichst nahe kommt.

(2) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform. Auf dieses Schriftformerfordernis kann nur durch schriftliche Erklärung der Vertragsteile verzichtet werden.

Das vollständige Dokument können Sie nach dem Kauf sehen und als Worddokument (.docx) speichern und bearbeiten.

9,80 EURDieses Einzeldokument jetzt kaufen
49,00 EURZugang zu allen Dokumenten kaufen

zzgl. MwSt., garantiert keine Folgekosten, zeitlich unbeschränkter Zugang

Weitere Informationen zur Mustervertragsdatenbank

Sie haben bereits einen Zugang? Melden Sie sich bitte hier an.



TÜV zertifizierter Kaufprozess für Reisevertretervertrag

Kostenloses Hilfe-Forum: Unsere Anwälte beantworten gern Ihre Fragen zu "Reisevertretervertrag" in unserem HilfeForum.

Sofort downloaden und anpassen: Alle Verträge können Sie gleich nach dem Kauf in den üblichen Programmen (z.B. Word) bearbeiten und anpassen.

Kompetente Beratung durch unsere Rechtsanwälte: Falls Sie das Dokument "Reisevertretervertrag" oder einen anderen Vertrag bzw. Vorlage anwaltlich anpassen wollen stehen Ihnen unsere Rechtsanwälte gern zur Verfügung. Fragen Sie uns nach einem Kostenvoranschlag!