Konsignationslagervertrag zwischen einem Hersteller und einem Zulieferer

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Konsignationslagervertrag

Zwischen ... GmbH & Co. KG, Adresse,

im Folgenden „XYZ“ genannt

und

...

im Folgenden „XXX“ genannt.

§ 1 Vertragsgegenstand

XXX beliefert XYZ auf der Grundlage des bestehenden XYZ-Rahmenvertrages mit den vereinbarten Lieferteilen. Zur Verbesserung der Lieferflexibilität und zum Ausgleich kurzfristiger Bedarfsschwankungen richtet XXX bei XYZ ein Konsignationslager ein. Art und Anzahl der Lieferteile ergibt sich aus der diesem Vertrag beigefügten Anlage 1 „Lieferumfang Konsignationslager“.

XYZ stellt die erforderliche Konsignationslagerfläche zur Verfügung. Die Einrichtung des Konsignationslagers erfolgt nach Wahl von XYZ auf dem Betriebsgelände des jeweiligen XYZ-Standortes oder bei einem von XYZ zu benennenden Dritten.

§ 2 Materialdisposition

Grundlage der Lieferungen bleiben der zwischen den Parteien abgeschlossene Rahmen- und Konsignationslagervertrag. Die per EDI transferierten Lieferabrufe dienen zur Materialbeschaffung und Kapazitätsplanung. Die Versandmengen resultieren aus dem Verbrauch der im Vorfeld definierten, teilebezogenen Minimal- und Maximalbeständen, siehe Anlage 1.

§ 3 Lieferung

Die Belieferung an XYZ erfolgt auf Basis FCA XXXXXXX, gemäß Incoterms 2000. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Überseewerke ... Für diese Standorte erfolgt die Lieferung gemäß Incoterms DDP Bremen. Überlieferung, d.h. Liefermengen, die über den vereinbarten Maximalbestand hinausgehen, werden zu Lasten von XXX via EXW XYZ- Standort zurückgeliefert. Zusätzlich fallen pro Vorgang administrative Kosten in Höhe von 75€ an, die mit der folgenden Materialrechnung verrechnet werden.

§ 4 Lagerung

XYZ stellt XXX für jedes betroffene Werk eine definierte Lagerfläche kostenlos zur Verfügung. Die Lagerfläche resultiert aus den Festlegungen gemäß der Anlage 1. Aufgrund von direkten Abhängigkeiten zu Bedarfsschwankungen, technischen Änderungen sowie Produktionsverlagerungen erfolgt seitens XYZ eine permanente Überprüfung der Lagerkapazitäten. Diese Kontrolle findet mindestens im vierteljährlichen Rhythmus, d.h. jeweils zum 01.01., 01.04., 01.07. und 01.10. statt.

XYZ verpflichtet sich, die Ware separat und sachgerecht zu lagern, d.h. ausreichend geschützt gegen qualitätsmindernde Außeneinflüsse, wie Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und extreme Temperaturen.

Von XXX übergebene Sicherheitsdatenblätter mit Bestimmungen bzw. Hinweisen zur Lagerung sind von XYZ einzuhalten.

XYZ versichert auf eigene Kosten die Konsignationslagerware gegen Diebstahl, Beschädigung und Verlust. Des Weiteren informiert XYZ XXX unverzüglich und schriftlich über alle das Lager betreffenden besonderen Ereignisse, wie z.B. Abhandenkommen von Waren, Pfändungen, u.a., die das Eigentum der XXX- Artikel tangieren.

§ 5 Einlieferung der Ware

XYZ führt nach der Warenannahme eine zeitnahe Eingangskontrolle auf Paketstückebene durch. Dabei wird die Ware auf äußerliche und offensichtliche Mängel untersucht. Bei einem i.O. Befund erfolgt die kurzfristige Einlagerung. Ansonsten startet der bekannte Reklamationsprozess mit Ausstellung eines Prüfberichtes.

Über die Verwendung der n.i.O. Ware wird nach Rücksprache mit XXX entschieden. Sonstige Mängel, die bei der Eingangskontrolle nicht festgestellt wurden, sind unverzüglich nach ihrer Entdeckung mitzuteilen.

XYZ wird alle Entnahmen entsprechend dem ,first in - first out' Prinzip durchführen. Somit ist gewährleistet, dass stets jene Ladeeinheit eines Produktes entnommen wird, die am längsten im Lager eingelagert ist. XYZ verpflichtet sich, sämtliche Warenbewegungen durch eine permanente Bestandsführung im eigenen ERP-System zu dokumentieren. Zur Bestandsführung gehört die Erfassung aller Waren- und, sofern vorhanden, Mehrwegladungsträger.

§ 6 Inventur

XYZ führt eine jährliche Stichtagsinventur bis spätestens zum 31.12. durch. Hierbei nimmt XYZ den gesamten Lagerbestand von XXX inklusive Mehrwegladungsträger - soweit vorhanden - auf.

XXX ist nach Absprache und unter Berücksichtigung einer Anmeldefrist von 10 Kalendertagen berechtigt, selbst eine Inventur in den Räumen von XYZ durchzuführen oder durch einen von XXX beauftragten Wirtschaftsprüfer durchführen zu lassen.

Die Kosten für die jährliche Inventur übernimmt XYZ. Von XXX zusätzlich gewünschte Inventuren werden XYZ jeweils nach dem aktuell gültigen Stundensatz des tangierten Werkes von XXX vergütet. Inventuren an Wochenenden oder zu Nachtzeiten werden jeweils mit den aktuell gültigen Zuschlagssätzen abgerechnet.

§ 7 Personal

XYZ führt das Konsignationslager mit eigenem oder eingewiesenem Leihpersonal. XYZ trägt dafür Sorge, dass alle Mitarbeiter über die zur Abwicklung erforderlichen Kenntnisse verfügen.

Das Lagerpersonal besitzt Erfahrungen und Kenntnisse im Umgang mit dem jeweiligen ERP-System, im Warenumschlag, der Lagertechnik und im Umgang mit Flurförderfahrzeugen sowie den einschlägigen Sicherheitsbestimmungen.

§ 8 Geschäftszeiten

Die Geschäftszeiten im Konsignationslager richten ...

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