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1. Grundsätzliches

Wenn eine Krise im eigenen Unternehmen erkannt wurde, dann hängen die Möglichkeiten der Gegensteuerung wesentlich davon ab, in welcher Phase der Krise man sich befindet. Von der strategischen zur Liquiditätskrise nehmen die Handlungsspielräume der Geschäftsführung des betroffenen Unternehmens immer mehr ab, die gesetzlichen Handlungspflichten und auch der Zeitdruck nehmen dagegen zu. Dies kann man wie folgt tabellarisch darstellen:

Krisenart

Handlungsspielraum zur Abwendung der Krise

Handlungspflicht der Geschäftsführung

Zeitdruck

strategische Krise

weiter Handlungsspielraum

noch keine Handlungspflichten der Geschäftsführung

gering

Erfolgskrise

abnehmender Handlungsspielraum

mittel

Liquiditätskrise

geringer Handlungsspielraum

hoch

präventives oder antizipatives Krisenmanagementreaktiven Krisenbewältigung

2.1. Allgemeines

2.2. Bewältigung der strategischen Krise

Ziel: Langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz

Möglichkeiten:

  • Stärken-/Schwächenanalyse
  • Definition der Strategie/des Unternehmenskonzepts
  • Neudefinition der Zielmärkte
  • Anpassung der Produktpalette
  • ausreichende Kapitalausstattung

2.3. Bewältigung der Erfolgskrise

Ziel: Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

Möglichkeiten:

  • Lokalisierung der Schwachstelle(n)
  • Beseitigung von Schwachstellen
  • Straffung des Produktprogramms
  • Verbesserung des Mahnwesens

  • Zufuhr von Eigenkapital durch Kapitalerhöhung (bei einer AG oder GmbH: Problem des Zeitbedarfs)
  • evtl. besondere Kapitalerhöhung nach § 235 AktG
  • Zuzahlungen / Voreinzahlungen auf künftige Kapitalerhöhungen
  • kapitalersetzende Gesellschafterdarlehen
  • Rangrücktrittserklärung von Gläubigern
  • Umwandlung von Forderungen in Eigenkapital
  • Rangrücktritt von Gesellschaftern
  • Kapitalschnitt
  • Verhandlungen mit Banken
  • Absicherung von Forderungen durch Kreditversicherungen

3. Organisatorische Aspekte des Krisenmanagements

  • die Geschäftsführung
  • die Aufsichtsgremien
  • externe Berater
  • evtl. der Insolvenzverwalter

Ein Krisenmanager ist eine Person, die die Aufgabe hat, die Krise zu bewältigen. Dies kann ein Mitglied der Geschäftsführung oder eine externe Person (Unternehmensberater, Steuerberater, Rechtsanwalt) sein. Seine Aufgaben sind

  • Analyse der Krisensituation und ihrer Ursachen
  • Entscheidung über den einzuschlagenden Weg (Sanierung, Zerschlagung ...)
  • Entwicklung einer langfristigen Unternehmensstrategie

4. Rechtliche Konsequenzen einer Krise

  • Ausschüttungsverbot an Gesellschafter nach § 30 GmbHG
  • Strafbarkeit nach § 266 StGB (Untreue)
  • Haftung des Empfängers verbotener Ausschüttungen
  • Bankrottdelikt nach § 283 BGB
  • Dreiwochenfrist eines GmbH-Geschäftsführers zur Stellung eines Insolvenzantrages (§ 64 Abs. 1 GmbHG und § 92 AktG)
  • Pflicht zur unverzüglichen Antragstellung nach Kenntnis des Insolvenzgrundes (Gefahr der Konkursverschleppung)

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