Profiling und Eingliederungsvereinbarung

Im Interesse einer schnellen und passgenauen Vermittlung in Arbeit sind die Agenturen für Arbeit gesetzlich verpflichtet, gemeinsam mit dem Arbeitsuchenden bereits beim ersten Kontakt ein umfassendes Bewerberprofil zu erstellen. Mit diesem so genannten Profiling sollen die Beschäftigungschancen und Stärken des Arbeitsuchenden, aber auch evtl. Hindernisse und Risiken, die einer Wiedereingliederung in Arbeit entgegenstehen, frühzeitig er­mittelt werden. Zu diesem Zweck ­können auch besondere Maßnahmen der ­Eignungsfeststellung (Assessment-Verfahren) genutzt werden, in denen das Leistungsvermögen, die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sowie sonstige für die Eingliederung des Arbeitsuchenden bedeutsamen Umstände festgestellt werden. Die aus dem Profiling resultierende und gemeinsam erarbeitete Vermittlungsstrategie soll in einer Eingliederungsvereinbarung schriftlich festgehalten werden. Die Vereinbarung enthält für eine festgelegte Zeit die Angebote, Hilfen und Leistungen der Agentur für Arbeit für eine schnelle Wiedereingliederung, ebenso wie die konkreten Aktivitäten, die der Arbeitslose bei der Eigensuche nach einer neuen Beschäftigung einbringen soll. Die Eingliederungsvereinbarung ist sich ändernden Verhältnissen anzupassen und spätestens nach sechs Monaten zu überprüfen (§§ 6, 35 SGB III).



Der Inhalt ist urheberrechtlich geschützt! Die Verwendung ist nur nach vorherigem kostenpflichtigem Erwerb der Nutzungsrechte als Einzeldokument oder Zugang zur Datenbank gestattet.

Haben Sie Fragen zu Profiling und Eingliederungsvereinbarung? Wir beraten Sie gern anwaltlich bei der Gestaltung. Sie können auch in unserem ExpertenForum fragen.