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Autorenvertrag für Teilbeiträge

Zwischen

________

(im folgenden kurz "Autor" genannt, auch wenn es sich um mehrere Personen handelt),

und

________

(im folgenden kurz "Verlag" genannt),

wird folgender Vertrag geschlossen:

§ 1 Vertragsgegenstand

(1) Dieser Vertrag betrifft das vorliegende/noch zu verfassende Werk des Autors unter dem Titel/Arbeitstitel:

______

Das Werk ist als Beitrag zu dem Sammelwerk (Arbeitstitel)

__________

herausgegeben von __________ vorgesehen.

Einzelheiten über Inhalt, Aufbau, Auswahl, Gliederung und formale Gestaltung des Sammelwerks und der Beiträge, auch über deren Umfang, sowie über den Kreis der beteiligten Herausgeber und Mitarbeiter sind in der Anlage zu diesem Vertrag festgehalten. Sie ist Bestandteil dieses Vertrages.

(2) Der endgültige Titel des Beitrags wird in Abstimmung zwischen Autor, Herausgeber und Verlag festgelegt, wobei der Autor dem Stichentscheid des Verlages zu widersprechen berechtigt ist, soweit sein Persönlichkeitsrecht verletzt würde.

(3) Der Autor versichert, daß er allein berechtigt ist, über das Urheberrecht an seinem Werk zu verfügen, und daß er bisher keine den Rechtseinräumungen dieses Vertrages entgegenstehende Verfügung getroffen hat.

(4) Der Autor verpflichtet sich, dem Werk nicht durch Veröffentlichungen in anderen Verlagen Konkurrenz zu machen.

(5) Der Autor wird den Herausgeber bei Ablieferung des Manuskripts schriftlich auf im Werk enthaltene Darstellungen von Personen oder Ereignissen hinweisen, mit denen das Risiko einer Persönlichkeitsrechtsverletzung verbunden ist.

§ 2 Rechtseinräumungen

(1) Der Autor überträgt dem Verlag räumlich unbeschränkt für die Dauer der gesetzlichen Schutzfrist das ausschließliche Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung (Verlagsrecht) des Werkes innerhalb des in § 1 Nr. 1 genannten Sammelwerkes für alle Ausgaben und Auflagen ohne Stückzahlbegrenzung, und zwar für alle Sprachen.

Sollte in irgendeinem Lande der Welt die gesetzliche Schutzfrist in Zukunft verlängert werden, so gilt dieser Vertrag in jenem Lande auch für den Verlängerungszeitraum.

(2) Der Autor räumt dem Verlag für die Dauer des Hauptrechts gem. Abs. 1 außerdem folgende ausschließlichen Nebenrechte zur Nutzung des Werkes entweder im Rahmen des in § 1 Nr. 1 genannten Sammelwerkes oder als Einzelbeitrag ein:

a) das Recht des - auch teilweisen - Vorabdrucks und Nachdrucks in Zeitungen und Zeitschriften;

b) das Recht, Übersetzungen in andere Sprachen oder Mundarten zu erlauben;

c) das Recht zur Veranstaltung von Taschenbuch-, Volks-, Sonder-, Reprint-, Schul- oder Buchgemeinschaftsausgaben oder zur Aufnahme des Werkes in Sammlungen aller Art;

d) das Recht zur Veranstaltung von Mikrokopieausgaben;

e) das Recht zu sonstiger Vervielfältigung, insbesondere durch fotomechanische oder ähnliche Verfahren (z. B. Fotokopie);

f) das Recht zur Übertragung auf Trägermaterial zur digitalen Wiedergabe (Disketten, CD-Rom und ähnliches) und zu dessen Vervielfältigung.

(3) Darüberhinaus räumt der Autor dem Verlag für die Dauer des Hauptrechts gem. Abs. 1 folgende weitere ausschließliche Nebenrechte zur Nutzung des Werkes entweder im Rahmen des in § 1 Nr. 1 genannten Sammelwerkes oder als Einzelbeitrag ein:

a) das Recht zur Bearbeitung oder sonstigen Umgestaltung des Werkes;

b) das Recht zur Bearbeitung als Bühnenstück oder Hörspiel oder in ähnlicher Form (z. B. als Feature);

c) das Recht zur Verfilmung zum Zwecke der Vervielfältigung und Verbreitung (z. B. als Schmalfilm, Kassetten- oder Videofilm);

d) das Recht zur Verfilmung zum Zwecke der Vorführung;

e) das Recht zur Verfilmung zum Zwecke der Funksendung;

f) das Vortrags-, Aufführungs-, Vorführungs- und Senderecht;

g) das Recht, das Werk auf Tonträger zu übertragen, sowie das Recht zu deren Vervielfältigung, Verbreitung und Wiedergabe;

h) die an dem Werk oder seiner Bild- oder Tonbandfixierung oder durch Lautsprecherübertragung oder Sendung entstehenden Wiedergabe- und Überspielungsrechte;

i) das Recht, das Werk in Datenbanken, Dokumentationssysteme oder in Speicher ähnlicher Art (z. B. Internet) einzubringen, und das Recht, das eingebrachte Werk elektronisch oder in ähnlicher Weise zu übermitteln;

j) das Recht, Vorträge des Werkes mittels Bild- und/oder Tonträger öffentlich wahrnehmbar zu machen;

k) das Recht zum gewerblichen oder nichtgewerblichen Ausleihen oder Vermieten von Vervielfältigungsstücken gleich welcher Art;

l) alle sonstigen jetzt oder in Zukunft durch die Verwertungsgesellschaft Wort wahrgenommenen Rechte.

(4) Der Verlag kann die ihm nach den Absätzen 2 und 3 eingeräumten Nebenrechte auf Dritte übertragen.

Soweit sie jetzt oder in Zukunft von der Verwertungsgesellschaft Wort wahrgenommen werden, wird er sie dieser zur Wahrnehmung für Autor und Verlag überlassen.

(5) Für die Rechtseinräumungen der Absätze 2 bis 4 gelten folgende Beschränkungen:

a) Der Verlag wird den Autor unterrichten, sobald er von einem Nebenrecht selbst Gebrauch gemacht oder einem Dritten eine Lizenz zu dessen Ausübung erteilt hat.

b) Die in Abs. 3 a-e, g und i eingeräumten Nebenrechte wird der Verlag nur mit Zustimmung des Autors ausüben oder Dritten zur Ausübung überlassen. Sind mehrere Autoren an dem Werk beteiligt, so genügt die Zustimmung der Mehrzahl von ihnen. Im Falle des Abs. 3 a erlischt das Zustimmungsrecht des Autors mit seinem Tode; bei mehreren Autoren besteht es zugunsten der noch lebenden Autoren fort.

c) Das Recht zur Ausübung oder Vergabe von Nebenrechten nach den Absätzen 2 bis 4 endet mit dem Erlöschen des Hauptrechts gem. Abs. 1. Der Bestand bereits abgeschlossener Lizenzverträge bleibt - auch im Falle der fristlosen Kündigung des gesamten Vertrages - mit der Maßgabe unberührt, daß die dem Verleger aus ihnen zustehenden Rechte auf den Autor übergehen.

d) Soweit dem Verlag in den Absätzen 2 und 3 das Recht eingeräumt ist, das Werk zu bearbeiten oder bearbeiten zu lassen, hat er Beeinträchtigungen des Werkes zu unterlassen, die geistige oder persönliche Rechte des Autors am Werk zu gefährden geeignet sind.

Soweit insbesondere nach den bisherigen Erfahrungen des Verlages bei Lizenzausgaben gem. Nr. 2 b in einem bestimmten anderen Staat das Risiko gegeben ist, daß die Lizenzausgabe Persönlichkeitsrechte des Autors verletzen könnte, wird der Verlag das Manuskript der fremdsprachlichen Ausgabe erst freigeben, wenn er es überprüft und in Zweifelsfällen über den Herausgeber den Autor dazu gehört hat. Der Autor wird sich gegebenenfalls dem Herausgeber gegenüber umgehend äußern. Hält er die von diesem gesetzte Frist nicht ein, gilt das Manuskript als von ihm gebilligt.

§ 3 Verlagspflichten und -rechte

(1) Der Verlag ist verpflichtet, das Werk zu vervielfältigen, zu verbreiten und dafür angemessen zu werben.

(2) Ausstattung, Buchumschlag, Auflagenhöhe, Auslieferungstermin, Ladenpreis und Werbemaßnahmen werden vom Verlag nach Anhörung des Herausgebers nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung des Vertragszwecks sowie der im Verlagsbuchhandel für Ausgaben dieser Art herrschenden Übung bestimmt.

§ 4 Absatzhonorar für Verlagsausgaben

(1) Das Honorar aller Autoren zusammen beträgt _______% vom Nettopreis des in § 1 Nr. 1 genannten Sammelwerkes. Nettopreis ist der Ladenpreis des Werkes abzüglich Mehrwertsteuer in der jeweiligen gesetzlichen Höhe. Jeder Autor erhält davon einen Anteil, der dem Anteil seines Beitrages am Gesamtumfang aller Beiträge entspricht.

(2) Honorarpflichtig sind alle verkauften Exemplare.

(3) Für unberechnete Besprechungs-, Prüfungs-, Frei- oder Einführungsexemplare trägt der Verlag weder eine Abrechnungs- noch eine Honorierungspflicht. Für Prüfungsexemplare, die gegen Rechnung abgegeben werden, besteht Abrechnungs- und Honorierungspflicht nur, soweit sie bezahlt worden sind. Partie- und Portoersatzstücke sowie solche Exemplare, die für Werbezwecke des Verlages, nicht aber des Buches abgegeben werden, sind abrechnungs- und honorarpflichtig.

(4) Ist der Autor mehrwertsteuerpflichtig, zahlt der Verlag die auf die Honorarbeträge anfallende gesetzliche Mehrwertsteuer zusätzlich. Dies gilt auch für Vorschüsse nach Abs. 5.

(5) Honorarabrechnung und Zahlung erfolgen im September bzw. März für das vorangegangene Kalenderhalbjahr. Das Honorar wird mit der Abrechnung fällig. Der Verlag ist bereit, auf Wunsch des Autors einen angemessenen Vorschuß zu leisten.

(6) Der Verlag ist verpflichtet, einem vom Autor beauftragten, zur Berufsverschwiegenheit verpflichteten Dritten (Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder vereidigter Buchsachverständiger) zur Überprüfung der Honorarabrechnungen Einsicht in die Bücher und Unterlagen zu gewähren.

Die hierdurch anfallenden Kosten trägt der Verlag, wenn sich die Abrechnungen als fehlerhaft erweisen.

§ 5 Nebenrechtsverwertung

(1) Der Verlag ist verpflichtet, sich intensiv um die Verwertung der ihm eingeräumten Nebenrechte innerhalb der für das jeweilige Nebenrecht unter Berücksichtigung von Art und Absatz der Originalausgabe angemessenen Frist zu bemühen. Bei mehreren sich untereinander ausschließenden Verwendungsmöglichkeiten wird er die für den Autor materiell und ideell günstigste wählen, auch wenn er selbst bei dieser Nebenrechtsverwertung konkurriert.

(2) Verletzt der Verlag seine Verpflichtungen gem. Abs. 1, so kann der Autor die hiervon betroffenen Nebenrechte - auch einzeln - nach den Regeln des § 41 UrhG zurückrufen; der Bestand des Vertrages im übrigen wird hiervon nicht berührt.

(3) Übt der Verlag die Nebenrechte selbst aus, so gilt für die Honorierung des Autors § 4 sinngemäß.

Im übrigen wird der gesamte aus der Verwertung der Nebenrechte erzielte Erlös nach Abzug der darin etwa enthaltenen Mehrwertsteuer zwischen Autor und Verlag geteilt.

Von dem Erlös aus der Verwertung des in § 1 Nr. 1 genannten Sammelwerkes erhalten alle Autoren zusammen

_______ % bei den Nebenrechten des § 2 Abs. 2,

_______ % bei den Nebenrechten des § 2 Abs. 3.

§ 4 Abs. 1 Satz 3 gilt sinngemäß.

Von dem aus der Verwertung des Werkes als Einzelbeitrag erzielten Erlös erhält der Autor

60% bei den Nebenrechten des § 2 Abs. 2,

80% bei den Nebenrechten des § 2 Abs. 3.

Soweit Nebenrechte durch Verwertungsgesellschaften wahrgenommen werden, richten sich die Anteile von Verlag und Autor nach deren Verteilungsplan.

(4) Für Abrechnung und Fälligkeit gelten die Bestimmungen von § 4 Abs. 5 entsprechend.

§ 6 Miturheber

Sind mehrere Autoren an dem Beitrag beteiligt, so stehen ihnen die Honorare nach den §§ 4 und 5 im Zweifel zu gleichen Teilen zu.

§ 7 Manuskriptablieferung

(1) Der Autor liefert das vollständige Manuskript bis zum _______ in gut leserlichem Zustand einseitig mit der Maschine geschrieben/auf Disketten des Systems _______ dem Herausgeber, Herrn _______ ab.

Wird dieser Termin nicht eingehalten, so gilt, ohne daß es einer besonderen Erklärung des Herausgebers oder des Verlages bedarf, als angemessene Nachfrist im Sinne des § 30 VerlG ein Zeitraum von einem Monat. Der Autor behält eine Kopie des Manuskripts/der Disketten oder eines Ausdrucks davon bei sich.

(2) Gehören zu dem Werk Abbildungen, so ist es im Zweifel Sache des Autors, die Vorlagen zu beschaffen. Soweit daran Rechte Dritter bestehen, liefert der Autor dem Verlag die entsprechenden Quellennachweise, so daß dieser sich um den Rechtserwerb bemühen kann. Der Autor liefert geeigneten Ersatz, wenn der Rechtserwerb nicht oder nur unter ungewöhnlichen Schwierigkeiten oder Kosten möglich ist.

(3) Das Manuskript bleibt Eigentum des Autors und ist ihm vom Verlag nach Erscheinen des Werkes auf Verlangen zurückzugeben.

(4) Entspricht das Manuskript nach Ansicht des Verlages nicht den Vereinbarungen, und ist eine Übereinstimmung zwischen Autor und Verlag nicht herbeizuführen, so haben beide Teile das Recht, vom Vertrag zurückzutreten. Der Verlag wird sich darüber binnen 4 Monaten nach der Ablieferung erklären, und zwar über den Herausgeber. Erklärt er sich nicht, gilt das Manuskript als angenommen.

§ 8 Freiexemplare

Der Autor erhält für seinen eigenen Bedarf 5 Freiexemplare. Er ist berechtigt, weitere Exemplare des Werkes zum Verlagsabgabepreis zuzüglich Mehrwertsteuer zu beziehen. Ein Verkauf dieser Exemplare ist dem Autor nicht gestattet.

§ 9 Satz, Korrektur

(1) Der Autor übernimmt es, die Korrekturen des Werkes ohne besondere Vergütung zu lesen. Die Korrekturbogen wird er unverzüglich dem Herausgeber mit dem Vermerk "druckreif" versehen zurückgeben. Der Vermerk schließt die Genehmigung etwaiger Abweichungen vom Manuskript ein.

(2) Korrekturkosten, die auf nachträgliche Änderungen des Manuskripts durch den Autor zurückzuführen sind, kann der Verlag, soweit sie 10% der Satzkosten überschreiten, dem Autor in Rechnung stellen. Ausgenommen von der Berechnung bleiben solche Korrekturen, die durch Schuld des Setzers veranlaßt werden oder sachliche Berichtigungen darstellen, welche der Autor vor Ablieferung des Manuskripts nicht vornehmen konnte.

§ 10 Neubearbeitung

(1) Der Verlag wird dem Herausgeber und den Mitarbeitern rechtzeitig mitteilen, wann er eine Neubearbeitung zu veranstalten beabsichtigt. Der Autor verpflichtet sich, innerhalb von 3 Monaten nach Empfang dieser Mitteilung das Manuskript seines Beitrags für die Neuauflage dem jeweiligen Stand der Wissenschaft entsprechend zu bearbeiten und dem Herausgeber abzuliefern, soweit nicht im Einzelfall eine abweichende Vereinbarung getroffen wird. Beabsichtigt der Autor erhebliche Umgestaltungen, insbesondere bezüglich Anlage und Umfang des Beitrages, so wird er sich vor der Herstellung des Manuskripts mit dem Herausgeber verständigen. Den Grundcharakter des Beitrages wird er dabei ohne ausdrückliche Zustimmung des Herausgebers, der seinerseits die Zustimmung des Verlages einholt, nicht ändern.

(2) Ist der Autor zu der Bearbeitung nach Abs. 1 nicht bereit oder nicht in der Lage oder liefert er sie nicht innerhalb einer - gegebenenfalls vom Verlag oder in dessen Auftrag vom Herausgeber schriftlich zu setzenden - angemessenen Nachfrist nach Ablauf der Bearbeitungsfrist ab, so ist der Verlag berechtigt, die Bearbeitung durch einen von ihm im Benehmen mit dem Herausgeber zu bestimmenden Dritten vornehmen zu lassen. Er wird dabei auf die ideellen Interessen des Autors nach Möglichkeit Rücksicht nehmen.

(3) Für die Herstellung der Bearbeitung durch einen Dritten gelten die Fristen der Ziffer 1 sinngemäß.

(4) Ist bei mehreren Autoren nur einer von ihnen zur Neubearbeitung nicht bereit oder nicht in der Lage, so bestimmen die übrigen im Einvernehmen mit dem Verlag und dem Herausgeber einen Bearbeiter. Diese Entscheidung kann auch dahin getroffen werden, daß sie selbst die Bearbeitung vornehmen.

(5) Soweit der Autor eine Bearbeitung nicht mehr selbst vornimmt, wird der Verlag etwa von ihm geäußerte Wünsche hinsichtlich der Person des Bearbeiters berücksichtigen, soweit nicht sachliche Gründe dagegen sprechen.

§ 11 Honorierung von Neubearbeitungen

(1) Für die vom Autor nicht mehr selbst bearbeiteten Neubearbeitungen erhält der Autor das ihm nach den §§ 4 bis 6 zustehende Honorar unter Abzug des Anteils, der dem Bearbeiter zusteht, und zwar auf die Dauer von 8 Jahren, berechnet von dem Zeitpunkt des Erscheinens der ersten von ihm nicht mehr bearbeiteten Neuauflage. Für die ersten 4 Jahre dieses Zeitraums erhält er mindestens 50% des ihm nach den §§ 4 bis 6 an sich zustehenden Honorars.

(2) Mit Ablauf der 8-Jahres-Frist erlöschen die Rechte des Autors aus diesem Vertrag einschließlich des Nennungsrechts aus § 14 Abs. 1.

(3) Abs. 1 gilt nicht, wenn und soweit der Autor nach den §§ 4 bis 5 mit einem Pauschalhonorar abgefunden wurde.

§ 12 Verramschung, Makulierung

(1) Der Verlag kann das Werk verramschen, wenn der Verkauf in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren unter _______ Exemplaren pro Jahr gelegen hat. Am Erlös ist der Autor in Höhe des Doppelten seiner prozentualen Beteiligung aus § 4 Abs. 1 und § 6 beteiligt.

(2) Erweist sich auch ein Absatz zum Ramschpreis als nicht durchführbar, kann der Verlag die Restauflage makulieren.

(3) Der Verlag ist verpflichtet, den Herausgeber und die Mitarbeiter von einer beabsichtigten Verramschung bzw. Makulierung vorher zu informieren. Alle Beteiligten haben das Recht, durch einseitige Erklärung die noch vorhandene Restauflage bei beabsichtigter Verramschung zum Ramschpreis abzüglich des Prozentsatzes ihrer Beteiligung und bei beabsichtigter Makulierung unentgeltlich ab Lager zu übernehmen.

Bei beabsichtigter Verramschung kann das Übernahmerecht nur bezüglich der gesamten noch vorhandenen Restauflage ausgeübt werden.

Herausgeber und Mitarbeitern stehen die Rechte aus diesem Absatz im Verhältnis ihrer Anteile einzeln zu. Machen nicht alle davon Gebrauch, so können die übrigen entsprechend erhöhte Anteile geltend machen.

(4) Das Recht des Autors, im Falle der Verramschung oder Makulierung vom Vertrage zurückzutreten, richtet sich nach den §§ 32, 30 VerlG. Mehrere Autoren eines Beitrages können es im Zweifel nur gemeinsam ausüben.

(5) § 12 gilt nicht, wenn der Autor nach den §§ 4, 5 mit einem Pauschalhonorar abgefunden wurde.

§ 13 Rezensionen

Der Verlag wird bei ihm eingehende Rezensionen des Werkes innerhalb des ersten Jahres nach Ersterscheinen umgehend, danach in angemessenen Zeitabständen dem Autor zur Kenntnis bringen.

§ 14 Urheberbenennung, Copyright-Vermerk

(1) Der Verlag ist verpflichtet, den Autor auch ohne dessen ausdrückliche Anweisung in angemessener Weise als Urheber seines Beitrages auszuweisen und beim Abschluß von Lizenzverträgen Dritten eine entsprechende Verpflichtung aufzuerlegen. Eine Neubearbeitung durch Dritte wird der Verlag in angemessener Weise kennzeichnen.

(2) Der Verlag ist verpflichtet, bei der Veröffentlichung des Werkes den Copyright-Vermerk im Sinne des Welturheberrechtsabkommens anzubringen.

§ 15 Tod des Autors

(1) Nach dem Tode des Autors bestehen die Verpflichtungen des Verlages aus diesem Vertrage gegenüber dem durch Erbschein ausgewiesenen Erben. Bei einer Mehrzahl von Erben haben diese dem Verlag einen gemeinsamen Bevollmächtigten zu benennen. Bis zu dessen Benennung ruhen die Rechte der Erben aus diesem Vertrage; Zahlungsansprüche der Erben kann der Verlag jedoch im Verhältnis der im Erbschein ausgewiesenen Anteile befriedigen.

(2) Sollte der Autor vor der Fertigstellung des Manuskriptes für die erste Auflage versterben, so ist der Verlag berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, ohne daß die Erben Vergütungsansprüche haben. Hat der Autor bereits Vorauszahlungen erhalten, so kann der Verlag diese zurückfordern. Der Verlag kann jedoch auch nach eigenem Ermessen die vorhandenen Manuskriptteile übernehmen und diese durch Dritte fertigstellen lassen; für diesen Fall gilt § 11 sinngemäß.

(3) Bei mehreren Autoren eines Beitrages steht dem Verlag das Rücktrittsrecht nach Abs. 2 allen gegenüber zu, wenn einer von ihnen verstirbt.

(4) Zu der Erklärung, ob das Rücktrittsrecht ausgeübt wird, kann den Verlag jeder Miterbe bzw. Mitautor schriftlich auffordern, wobei zur Glaubhaftmachung des Erbverhältnisses die Vorlage einer notariellen Erbscheinsverhandlung genügt. Gibt der Verlag die Erklärung nicht binnen eines Monats nach der Aufforderung ab, so erlischt das Rücktrittsrecht.

§ 16 Verhältnis zum Herausgeber und zu den anderen Mitarbeitern (Beiträgern)

(1) Der Verlag wird gesonderte Verträge mit dem oder den Herausgebern und mit den Autoren der anderen Beiträge schließen.

(2) Der Herausgeber-Vertrag sieht ein Rücktrittsrecht für den Herausgeber oder den Verlag oder für beide Seiten in den Fällen vor, in denen sich die Veröffentlichung des Sammelwerkes nachträglich als undurchführbar erweist, z. B. dadurch, daß ein Her-ausgeber oder ein Mitarbeiter die ihm vertraglich obliegende Leistung nicht oder nicht ordnungsgemäß erbringt. Daneben gibt es gesetzliche Gründe, die das (weitere) Erscheinen des in § 1 Nr. 1 bezeichneten Sammelwerkes rechtlich ausschließen könnten (z. B. die fristlose Kündigung des Herausgeber-Vertrages). Autor und Verlag sind sich demgemäß einig darüber, daß dieser Vertrag erlischt, wenn der Herausgeber-Vertrag endet.

Tritt ein solcher Fall nach Ablieferung des Werkes, aber vor Erscheinen des Sammelwerkes ein, so wird sich der Verlag um eine angemessene anderweitige Publikation des Werkes bemühen.

§ 17 Änderungen, Ergänzungen

(1) Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform, wobei Briefwechsel genügt.

(2) Soweit dieser Vertrag keine ausdrücklichen Regelungen enthält, gelten die Bestimmungen des Normvertrages für den Abschluß von Verlagsverträgen zwischen dem Verband deutscher Schriftsteller und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels in der aktuellen Fassung ergänzend.

Im übrigen ist auf diesen Vertrag deutsches Recht anwendbar.

(3) Die Nichtigkeit oder Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieses Vertrages berührt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die Parteien sind alsdann verpflichtet, die mangelhafte Bestimmung durch eine solche zu ersetzen, deren wirtschaftlicher und juristischer Sinn dem der mangelhaften Bestimmung möglichst nahekommt.

(4) Sonstige Vereinbarungen: _______

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