☎ 069 71 67 2 67 0
US  EU  CN

Subtextdichtervertrag (Bearbeitervertrag)

Zwischen

Herrn _______

(bürgerlicher Name: _______)

in _______

(nachstehend Urheber genannt, auch wennes sich um mehrere Personen handelt)

und dem

Musikverlag _______

in _______

(nachstehend Verlag genannt)

wird folgender Vertrag geschlossen:

§ 1 Vertragsgegenstand

(1) Der Urheber hat zu dem Werk

___________

eine deutsche Textfassung geschrieben. Sie wird nachfolgend als "Werk" bezeichnet.

(2) Der Urheber steht dafür ein, daß sein Werk Rechte Dritter nicht verletzt, und daß er über die den Gegenstand dieses Vertrages bildenden Rechte noch nicht anderweit verfügt hat.

§ 2 Rechtseinräumung

(1) Der Urheber räumt dem Verlag das ausschließliche Recht zur graphischen Vervielfältigung und Verbreitung des Werkes (Verlagsrecht) auf der ganzen Welt für alle Ausgaben und Auflagen in Verbindung mit der in § 1 Abs. 1 genannten Musik ein.

(2) Der Verlag hat ferner das ausschließliche Recht, auf der ganzen Welt den Vor- oder Nachdruck des Werkes in Einzelausgaben, Sammlungen, Anthologien, Programmheften, Zeitungen und Zeitschriften zu erlauben, und zwar auch getrennt für Text und Musik und in gekürzter Form (z. B. in einem Potpourri). Er ist allein befugt, die Vergütungsansprüche des Urhebers für erlaubnisfreie, aber vergütungspflichtige Vervielfältigungen durch Dritte geltend zu machen (Bibliothekstantieme, § 27 UrhG; Vergütung für die Aufnahme in Schulbüchern usw., § 46 UrhG; Vergütung für die Benutzung bei Schulfunksendungen usw., § 47 UrhG; Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch, § 54 UrhG).

(3) Der Urheber räumt dem Verlag ferner die sonstigen ausschließlichen Nutzungsrechte (Nebenrechte) an seinem Werk auf der ganzen Welt insoweit ein, als diese nicht von einer Verwertungsgesellschaft treuhänderisch für Urheber und Verlag jetzt oder in Zukunft wahrgenommen werden, oder diese sie dem Verlag zur eigenen Wahrnehmung überläßt.

(4) Der Verlag hat auch das Recht, Bearbeitungen und sonstige Veränderungen des Werkes, die Verwendung aktualisierter fremdsprachiger Texte und die Verbindung des Werkes mit einer anderen Musik zu erlauben und das so veränderte Werk selbst zu verwerten. Er kann dies jedoch, solange der Urheber lebt, erst nach dessen schriftlicher Einwilligung tun, es sei denn, die Beteiligungsansprüche des Urhebers nach § 5 würden dadurch nicht berührt.

§ 3 Verlagspflichten und -rechte

(1) Der Verlag wird das Werk in einer gedruckten Ausgabe für Klavier und Gesang herausbringen, sobald es im Inland auf Schallplatte erschienen ist; die Beilage des deutschen Textes zur Originalausgabe genügt.

(2) Der Verlag wird die in § 1 Abs. 1 genannte Musik nur mit Einwilligung des Urhebers in Verbindung mit einem anderen deutschen Subtext verwerten.

§ 4 Absatzhonorar für Verlagsausgaben

(1) Für jedes verkaufte Exemplar erhält der Urheber 2% vom Netto-Ladenpreis (Endpreis abzüglich Mehrwertsteuer). Dieser Beteiligungssatz gilt auch, wenn nur die Musik mit dem deutschen Titel verwertet wurde.

(2) Ist der Urheber mehrwertsteuerpflichtig, so erhält er die Mehrwertsteuer zusätzlich.

(3) Der Verlag rechnet einmal jährlich im März über die Verkäufe des vorangegangenen Kalenderjahrs ab und leistet gleichzeitig Zahlung. Beträge unter 20,– EUR können auf die nächste Abrechnung vorgetragen werden.

§ 5 Nebenrechtsverwertung

(1) Für die Beteiligung von Urheber und Verlag an den von einer Verwertungsgesellschaft jetzt oder in Zukunft wahrgenommenen Rechten ist deren Verteilungsplan maßgebend. Nimmt der Verlag diese Rechte selbst wahr (vgl. § 2 Abs. 3), so ist der zuletzt gültige Verteilungsplan maßgebend, wobei Kosten des Verlages unberücksichtigt bleiben.

(2) An den sonstigen Einnahmen des Verlages aus der Verwertung des Werkes ist der Urheber nach Abzug der darin etwa enthaltenen Mehrwertsteuer mit 15% beteiligt. § 4 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 gelten entsprechend.

(3) Einnahmen des Verlages gemäß Abs. 1 und 2 sind bei Eingang zur Abrechnung und Zahlung fällig.

§ 6 Miturheber

Haben mehrere den Subtext gemeinsam geschaffen, so stehen ihnen die Anteile nach den §§ 4 und 5 im Zweifel zu gleichen Teilen zu.

§ 7 Belegexemplare

(1) Von jeder Ausgabe und Auflage, die der Verlag selbst herstellt, erhält der Urheber 5 Freiexemplare.

(2) Von allen anderen Ausgaben und Auflagen – auch solchen von Tonträgern – erhält der Urheber ein Freiexemplar, soweit der Verlag darüber verfügen kann.

(3) Weitere Exemplare kann der Urheber zum Verlagsabgabepreis zuzüglich Mehrwertsteuer beziehen. Er darf sie jedoch nicht verkaufen.

§ 8 Urheberbenennung, Copyright-Vermerk

(1) Der Verlag wird den Urheber stets an der üblichen Stelle als Urheber der deutschen Textfassung nennen.

(2) Er wird alle Werkexemplare mit dem Copyright-Vermerk nach Art. 3 WUA versehen.

§ 9 Dauer des Vertrages

(1) Dieser Vertrag ist auf die Dauer der gesetzlichen Schutzfrist geschlossen. Wird diese in einem Lande der Welt verlängert, so gilt dieser Vertrag auch für die Verlängerungsperiode.

(2) Das Recht der vorzeitigen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt beiderseits unberührt.

(3) Das gleiche gilt für die Rückrufrechte des Urhebers aus den §§ 41, 42 UrhG. Als angemessene Nachfrist gilt ein Zeitraum von 6 Monaten. Das Rückrufrecht ist über die im Gesetz geregelten Fälle hinaus gegeben, ohne daß es der Setzung einer Nachfrist bedarf, wenn

a) der Vertrag des Verlages mit dem Originalverlag anders als durch Schutzfristablauf endet,

b) dem Urheber aus der Verwertung des Werkes durch Verlag und Verwertungsgesellschaft für die letzten fünf Kalenderjahre nicht mehr als insgesamt 500 EUR zugeflossen sind.

§ 10 Änderungen, Gerichtsstand

(1) Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform, wobei Briefwechsel genügt.

(2) Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages nach dem Recht irgendeines Staates unwirksam sein oder werden, so gilt das, was dem wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt. Die Vertragspartner sind einander verpflichtet, an einer entsprechenden Klarstellung des Vertragstextes mitzuwirken.

(3) Es gilt deutsches Recht. Sind Urheber und/oder Verlag jetzt oder in Zukunft im Ausland ansässig, so sind auch die Urheberstreitkammern der Landgerichte Berlin oder München nach Wahl des Klägers zuständig. Der Kläger kann den Beklagten, der im Ausland wohnt, jedoch auch in dessen allgemeinem Gerichtsstand verklagen.

Das vollständige Dokument können Sie nach dem Kauf sehen und als Worddokument (.docx) speichern und bearbeiten.

49,00 EURZugang zu allen Dokumenten kaufen

zzgl. MwSt., garantiert keine Folgekosten, zeitlich unbeschränkter Zugang

Weitere Informationen zur Mustervertragsdatenbank

Sie haben bereits einen Zugang? Melden Sie sich bitte hier an.



TÜV zertifizierter Kaufprozess für Subtextdichtervertrag (Bearbeitervertrag)

Kostenloses Hilfe-Forum: Unsere Anwälte beantworten gern Ihre Fragen zu "Subtextdichtervertrag (Bearbeitervertrag)" in unserem HilfeForum.

Sofort downloaden und anpassen: Alle Verträge können Sie gleich nach dem Kauf in den üblichen Programmen (z.B. Word) bearbeiten und anpassen.

Kompetente Beratung durch unsere Rechtsanwälte: Falls Sie das Dokument "Subtextdichtervertrag (Bearbeitervertrag)" oder einen anderen Vertrag bzw. Vorlage anwaltlich anpassen wollen stehen Ihnen unsere Rechtsanwälte gern zur Verfügung. Fragen Sie uns nach einem Kostenvoranschlag!