Ärzte und Ärztliche Berufsausübungsgemeinschaften

Zusammen mit den Steuerberatern der Kanzlei Lübeck & Kollegen betreuen wir seit vielen Jahren Ärzte, die entweder in Einzelpraxen tätig sind oder sich mit anderen Ärzten zusammengeschlossen haben.

Wir sind deshalb Ihr kompetenter Partner, wenn es um alle steuerlichen und rechtlichen Fragen ärztlicher Zusammenarbeit geht. Hierzu gehört auch die Auseinandersetzung mit den jeweils zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen. Ihr Ansprechpartner ist Rechtsanwalt Marco Rössel (069/242662-37).

Als Gemeinschaftspraxis/ Berufsausübungsgemeinschaft bezeichnet man eine Kooperationsform von mindestens zwei Ärzten zur gemeinsamen Ausübung ihrer Berufstätigkeit, ursprünglich in gemeinsamen Praxisräumen, inzwischen auch ortsübergreifend und fachübergreifend möglich. Gemeinschaftspraxen von Vertragsärzten werden im Abrechnungsverhältnis zur Kassenärztlichen Vereinigung als eine wirtschaftliche Einheit behandelt, sie müssen vom Zulassungsausschuss genehmigt werden. Auch gegenüber dem Patienten treten Gemeinschaftspraxen als Einheit auf, während im Bereich der Haftung (z.B. für Behandlungsfehler) die einzelnen Ärzte zunächst persönlich haften.

Im Gegensatz dazu steht die Praxisgemeinschaft, bei der in gemeinsam genutzten Räumen gegenüber dem Patienten und der Kassenärztlichen Vereinigung rechtlich völlig selbstständige Arztpraxen bestehen.

Ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) ist eine fachübergreifende, ärztlich geleitete Einrichtung, in der im Ärzte als Inhaber (Vertragsärzte) oder als Angestellte tätig sind. Gesellschafter eines MVZ können auch Krankenhäuser, Heilmittelerbringer oder andere Leistungserbringer nach dem Sozialgesetzbuch sein.

Die Anstellung von anderen Ärzten hat sich in den letzten Jahren stark vereinfacht. Denn heute können Vertragsärzte zugunsten der Anstellung bei einem anderen Arzt, bei einer Gemeinschaftspraxis oder bei einem MVZ auf ihre Zulassung verzichten, ohne dass das Abrechnungsvolumen verloren geht. Die Nachbesetzung der so geschaffenen Stellen obliegt allein dem ärztlichen Arbeitgeber.