Firmengründung in Hong Kong

Wir beraten und unterstützen sie bei der Firmengründung in Hong-Kong.

Hong Kong

Die Private Limited Company ist die populärste Gesellschaftsform in  Hong Kong. Sie ist eine nicht börsennotierte Aktengesellschaft. Derzeit gibt es über 800,000 in der 7 Millionen-Stadt. Nahezu alle ausländischen Unternehmen wählen diese Rechtsform. Für eine Neugründung werden etwa vier bis sechs Wochen benötigt. Auch besteht die Möglichkeit, eine Vorratsgesellschaft zu erwerben, welches innerhalb weniger Tage vollzogen werden kann. Auch die Firmierung einer Vorratsgesellschaft kann in wenigen Tagen geändert werden.

Gesetzliche Mindestanforderungen

Stammkapital der Private Limited Company sind Hong Kong Dollars 1,- (ca. USD 0.13). Die Haftung der Gesellschafter ist auf die Höhe des Stammkapitals beschränkt.

Ein Aktionär und ein Direktor; Aktionär und Direktor können (und sind bei kleinen Gesellschaften oft) identisch und dürfen sowohl juristische als auch natürliche Personen sein, die nicht in Hong Kong ansässig sein müssen.
Ein Company Secretary (Schriftführer). Er muss in Hong Kong ansässig sein und ist u.a. für die Berichterstattung (z.B. Neuernennung von Direktoren usw.) an das Handelsregister zuständig.
Ein Firmensitz in Hong Kong.
Eine Firmensatzung, die meist sehr weit gefasst ist und die Befugnisse der Direktoren sowie den Geschäftszweck der Gesellschaft regelt. Geschäftsgegenstand können Herstellung und Vertrieb, Handel (lokal oder im Import/Export) sowie die diversesten Dienstleistungen sein. Besondere Zulassungsvoraussetzungen bestehen (ähnlich wie in Deutschland) lediglich in einigen Bereichen w.z.B. bei Banken, Börse, Finanzen und Versicherungen.
Das Stammkapital, der Firmensitz, die o.g. Personen, sowie die Satzung sind im hiesigen Handelsregister vermerkt, das von jedermann eingesehen werden kann.
Für die jährlich zu erstellende (und zu testierende) Bilanz sowie Gewinn & Verlustrechnung der Firma besteht dagegen keine Publizierungspflicht.
Besteuerung

Der Steuersatz auf Firmengewinne beträgt 17.5 %. In der Praxis ist er jedoch oft erheblich niedriger, da jegliche Zinserträge aus Bankguthaben sowie im Ausland oder in der Volksrepublik China erwirtschaftete Gewinne in Hong Kong steuerfrei sind.

Überdies sind die Regelungen für steuerliche Abzugsfähigkeit von Aufwendungen und Unkosten sehr großzügig. Allein hierdurch schon fällt das Fehlen eines Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Hong Kong und Deutschland nach unserer Erfahrung in der Praxis meist nicht ins Gewicht.

Umsatz- oder Mehrwertsteuern gibt es in Hong Kong nicht. Importzölle fallen i.w. nur auf Spirituosen, Tabakwaren, Benzin und Diesel sowie Kraftfahrzeuge an.

Zum Rechtssystem und Investitionsklima

Das hiesige Rechtssystem ist -nicht nur in den für das Firmen- und Geschäftswesen maßgeblichen Bereichen- weiterhin stark britisch geprägt. Da die Beijinger Regierung, getreu ihrem Versprechen, bis zum Jahre 2047 "ein Land, zwei Systeme" beizubehalten, jeden Anschein eines Hineinregierens in Hong Kongs innere Angelegenheiten vermeidet, dürfte das auf absehbare Zeit so bleiben. So ist hier auch heute Englisch weiterhin gängige Gerichtssprache, und selbst Delinquenten, die nur Chinesisch verstehen, müssen damit rechnen, dass ihr Fall -dann unter Zuhilfenahme eines Dolmetschers- sogar vor einem der hier weiter tätigen britischen Richter verhandelt wird.

Bestechlichkeit ist bei Hong Konger Beamten zumindest nicht häufiger anzutreffen als in Deutschland auch, wird aber weit drakonischer geahndet. Eine, mit sehr weitgehenden Vollmachten ausgestattete und vom hiesigen Verwaltungsapparat unabhängige Anti-Korruptionspolizei, die ihre segensreiche Tätigkeit mit Vorliebe auch auf käufliche Elemente in der Privatwirtschaft ausdehnt, ist zu Recht gefürchtet.

Ausländische Investoren schätzen diese -in der Volksrepublik selbst (zumindest noch) nicht verbreitete- Rechtssicherheit derart, dass sie Kooperations- und Investitionsverträge mit rotchinesischen Partnern gern in Hong Kong und unter Verwendung einer hiesigen Firma schließen. Richtig gemacht, verhelfen derlei Konstruktionen dann auch dem chinesischen Partner zum legalen Genuss von Steuer- und Investitionsvergünstigungen in China, wie sie die Volksrepublik ihren Landeskindern sonst nicht gewährt.

Nach oben