Checkliste: Vollständiger Wegzug ins Ausland

Die folgenden Punkte sind zu berücksichtigen, wenn ein vollständiger Wegzug erreicht werden soll:

  • Verkauf sämtlicher selbst genutzter Wohnimmobilien in Deutschland;
  • Alternativ: langfristige Fremdvermietung;
  • Kein Leerstehen lassen von möblierten Wohnimmobilien in Deutschland;
  • Melderechtliche Abmeldung in Deutschland und Anmeldung im Ausland nach den dortigen ausländerrechtlichen Vorschriften
  • Ehepartner bzw. minderjährige Kinder müssen mitziehen und dürfen keine deutsche Wohnung aufrecht erhalten, weil dies zur Zurechnung eines deutschen Wohnsitzes beim Wegzügler führen kann;
  • Für enge eheähnliche Gemeinschaften bzw. eingetragene Lebenspartnerschaften sollten die für Ehepaare geltenden Grundsätze aus Vorsichtsgründen ebenfalls beachtet werden;
  • Kündigung von deutschen Telefonanschlüssen (auch Handys), Wechsel zu ausländischen Telefongesellschaften;
  • Kfz-Abmeldung in Deutschland und Anmeldung im Ausland;
  • Reduzierung deutscher Bankverbindungen auf das Maß, das zur Verwaltung von in Deutschland verbleibendem Kapitalvermögen notwendig ist, Änderung des laufenden Zahlungsverkehrs auf ein ausländisches Girokonto;
  • Kündigung deutscher, Beschaffung ausländischer Kreditkarten;
  • Möglichst umfassende schriftliche Dokumentation der Wegzugspläne, z.B. in Kündigungsschrei­ben gegenüber Elektrizitätswerk, Wasserversorger u.a., was dann später gegebenenfalls dem Finanzamt zu Nachweiszwecken vorgelegt werden kann;
  • Dokumentation des Umzugs und des Umzugsstichtags, insbesondere durch entsprechende Rechnungen, entsprechende Korrespondenz mit dem Umzugsunternehmen, Schaltung von Makleraufträgen bzgl. Vermietung/Verkauf der deutschen Wohnstätte;
  • Kündigung von Privatmitgliedschaften in Deutschland wie Fitnessclubs, Golfclubs, sonstigen Vereinen, sowie Eingehen von Vereinsmitgliedschaften im Ausland;
  • Nachsendeauftrag von der aufgegebenen deutschen an die neue Adresse im Ausland einrichten;
  • Kapitalvermögen und anderes fungibles Vermögen möglichst aus Deutschland ins Ausland verlagern und dort anlegen/verwalten;
  • Übernachtung bei Aufenthalten in Deutschland in Hotels oder bei Freunden und Bekannten, aber immer nur als Gast und „aus dem Koffer lebend";
  • Nach erfolgtem Umzug: Chronologische und möglichst taggenaue Aufzeichnung über Aufenthaltszeiten in Deutschland (wegen der Thematik gewöhnlicher Aufenthalt);
  • Eintragung in Wählerregister für Kommunalwahlen bei einem Wegzug in einen anderen EU-Staat als Zuzugsstaat;
  • Grundsätzlich Einstellung beruflicher Tätigkeit nach Wegzug in Deutschland, außer wenn Grenz­gängertätigkeit bzw. Rückkehr nach Geschäftsschluss ins Ausland erfolgt.