Provision für die Vermittlung einer "Kombi Rente" als Werbungskosten

Zahlt ein Anleger an den Vermittler für die Vermittlung einer "Kombi-Rente" eine Provision, kann diese nicht ausschließlich der Vermittlung des Darlehens zugerechnet werden. Die "Kombi-Rente" ist ein komplexes Produkt, bestehend aus einer sofort beginnenden Leibrente gegen Einmalbetrag, einem langfristigen Darlehen, einer Kapitalanlage in Investmentfondsanteilen und einer Risiko-Lebensversicherung.

Die Vermittlungsprovision in dem vom Bundesfinanzhof[1] zu beurteilenden Fall betrug 6 v. H. des Darlehensbetrags. Nach Ansicht des Gerichts ist es nicht möglich, diese Provision allein der Kreditvermittlungsleistung zuzuordnen. In diesem Zusammenhang wird auf die Rechtsprechung zu Bauherrenmodellen und geschlossenen Immobilienfonds verwiesen. Hier hatte man den Abzug von Kreditvermittlungsgebühren i. H. v. 2 v. H. der Darlehenssumme für angemessen gehalten.

[1] BFH, Urt. v. 16.9.2004, X R 19/03, DStR 2004, S. 2183, DB 2004,
S. 2788, LEXinform - Nr. 0818949.

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