Spanien: Aufenthaltsgenehmigung für Nicht-EU-Bürger

Erstellt von Consuelo Molino Ortega | | Spanisches Recht

Am 29. September 2013 ist das neue spanische Gesetz zur Unterstützung von Unternehmensgründern (kurz: Ley de emprendedores) in Kraft getreten, danach können auch Nicht EU-Bürger eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, wenn Sie eine Immobilie im Wert von mindestens 500.000Euro erwerben.

Das neue Gesetz enthält die Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen u.a bei Immobilieninvestitionen, die ein bestimmtes Volumen erreichen. Hiernach haben nun - ab sofort - Ausländer auch aus Nicht-EU-Staaten Anspruch auf eine zeitlich begrenzte Aufenthaltsgenehmigung in Spanien, wenn sie eine auf spanischem Staatsgebiet liegende Immobilie mit einem Mindestwert von 500.000 € erwerben. 

Die spanische Regierung lockert die Anforderungen für die Erteilung von Visa und die Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen für wohlhabende Einwanderer in der Hoffnung, Kapital in Spanien zu gewinnen.

Die Einwanderungsprogramme sind für alle möglichen Inverstoren offen, die spanische Regierung zielt mit dieser neuen Regelung auch Richtung China und Russland bzw. auf die dort lebenden Menschen, die mögliche Pläne für den Schutz ihres Vermögens in Europa suchen.

I. Erteilung von Visa:

1. Erteilung eines Visums zur Einreise nach Spanien:

Die Erteilung richtet sich grundsätzlich nach dem Schengener Abkommen, dass für Nicht-EU-Bürger Anwendung findet (Verordnung EG 562/2006 vom 15. März 2006). Der Aufenthalt ist danach im Falle von Immobilieninvestitionen auf 3 Monate begrenzt.

 

2. Erteilung eines Investorenvisums (visado de residencia para inversores):

Das sog. Investorenvisum gewährt das Recht, sich in Spanien mindestens sich für ein Jahr aufzuhalten.

Zur Beantragung dieses Visums sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Der Antragsteller darf sich im Vorfeld nicht illegal in Spanien aufhalten.
  • Er  muss das 18. Lebensjahr vollendet haben.
  • Nachweis des Eigentumserwerbs einer in Spanien liegenden Immobilie, deren Wert mindestens 500.000 Euro beträgt und die frei von Lasten und Pflichten ist..
  • Der Antragsteller darf nicht vorbestraft sein. Dies gilt für einen Zeitraum von 5 Jahren vor Antragstellung.
  • Gegen den Antragsteller darf in keinem Mitgliedstaat des Schengen-Raumes eine Ausweisungsanordnung bzw. Einreiseverbot bestehen;
  • Nachweis einer öffentlichen oder privaten Krankenversicherung einer in Spanien zugelassenen Versicherung.
  • Nachweis ausreichender finanzieller Mittel, um seinen sowie den Unterhalt der Mitglieder seiner Familie während des Zeitraumes des Aufenthalts bestreiten zu können.

Sobald das Investorenvisum vorliegt, kann die Aufenthaltsgenehmigung beantragt werden.

 

 

II:        Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung für Investoren in Spanien (autorización de residencia para inversores)

 

Auf Grundlage der Aufenthaltsgenehmigung für Investoren ist ein Aufenthalt für den Zeitraum von zwei Jahren möglich, wobei die Genehmigung um weitere zwei Jahre verlängert werden kann, also insgesamt 4 Jahre. Der Antragsteller hat dann neben den bereits genannten Voraussetzungen zusätzlich noch folgende Anforderungen zu erfüllen:

  • Der Antragsteller muss Inhaber eines gültigen Investorenvisums sein, oder
  • Das Visum darf zum Zeitpunkt der Antragstellung noch keine 90 Kalendertage abgelaufen sein.
  • Der Antragsteller muss während der Laufzeit des Investorenvisums zumindest einmal nach Spanien eingereist sein.

 

Wenn Sie weitere Fragen zu dem Themen haben, können Sie sich gerne an mich (Frau Rechtsanwältin Molino Ortega) wenden. Wir beraten und unterstützen Sie gerne.

 

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