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Anstellungsvertrag mit einem Steuerberater

Zwischen _____________________, (Praxisinhaber),

und

Herrn _____________________, (Angestellter)

wird folgender Anstellungsvertrag geschlossen.

§ 1 Tätigkeit und Aufgabengebiet

Der Angestellte hat die Aufgaben, die Steuerberaterpraxis des Praxisinhabers umfassend zu beraten, zu betreuen sowie den Praxisinhaber als Steuerberater zu unterstützen.

§ 2 Eigenverantwortlichkeit

Der Angestellte hat die ihm übertragenen Aufgaben eigenverantwortlich und unter Beachtung seiner Berufspflichten und des Standesrechts auszuführen; er unterliegt den Weisungen des Praxisinhabers, soweit sie ihm nicht die Freiheit zu pflichtmäßigem Handeln nehmen.

§ 3 Verschwiegenheit

Die Pflicht des Angestellten zur Verschwiegenheit erstreckt sich auf alles, was ihm in Ausübung und bei Gelegenheit seiner Berufstätigkeit anvertraut worden oder bekannt geworden ist. Die Verschwiegenheitspflicht besteht gegenüber jedermann; sie besteht auch nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses fort. Gesetzliche Auskunftspflichten bleiben unberührt. Eine Verletzung der Verschwiegenheitspflicht berechtigt den Praxisinhaber zur fristlosen Kündigung und darüber hinaus zu Schadenersatzansprüchen.

§ 4 Berufshaftpflichtversicherung

Die berufliche Tätigkeit des Angestellten im Rahmen dieses Anstellungsverhältnisses wird durch die Berufspflichtversicherung des Praxisinhabers nach Maßgabe der Versicherungsbedingungen versichert.

§ 5 Wettbewerbsverbot während des Anstellungsverhältnisses

1. Der Angestellte hat seine gesamte Arbeitskraft ausschließich für die Praxis des Praxisinhabers zur Verfügung zu stellen. Ihm ist insbesondere eine selbständige, freiberufliche Tätigkeit nicht gestattet. Ein Verstoß gegen diese Bestimmung berechtigt den Praxisinhaber zur fristlosen Kündigung.

2. Für den Fall der Zuwiderhandlung gegen diese Verpflichtung hat der Angestellte eine Vertragsstrafe in Höhe des zweifachen Betrages der hierfür vereinnahmten Honorare an den Praxisinhaber abzuführen. Unbeschadet des Zahlungsanspruches gegen den Angestellten hat der Praxisinhaber ein Aufrechnungs- und Zurückbehaltungsrecht bezüglich des Gehaltes und sonstigen Vergütungen des Angestellten. Die Vertragsstrafe wird durch den durch die Vertragsverletzung erlittenen Schadens verwirkt. Die Geltendmachung eines späteren Schadens ist jedoch nicht ausgeschlossen.

§ 6 Mandantenschutzklausel

Der Angestellte darf sich während der Dauer von zwei Jahren nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses nicht aktiv um Mandanten des Arbeitgebers bemühen, diese nicht an sich ziehen oder sonst umwerben.

§ 7 Arbeitszeit, Gehalt und sonstige Vergütungen

1. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt ____ 45 Stunden in der Woche. Der Angestellte erhält ein monatliches, nachträglich zu zahlendes Bruttogehalt von Euro ____________.

2. Mit der Zahlung des Gehalts sind etwaige Über- und Mehrarbeitsstunden abgegolten.

3. Die Zahlung von Gratifikationen, Tantiemen, Prämien und sonstigen Leistungen liegt im freien Ermessen des Praxisinhabers und begründet keinen Rechtsanspruch, auch wenn die Zahlung wiederholt ohne ausdrücklichen Vorbehalt der Freiwilligkeit erfolgte.

Soweit eine Weihnachtsgratifikation gezahlt wird, ist sie zurückzuzahlen, wenn der Angestellte aufgrund eigener Kündigung oder aufgrund von ihm zu vertretender außerordentlicher oder ordentlicher verhaltensbedingter Kündigung des Praxisinhabers vor dem 31. März des auf die Auszahlung folgenden Kalenderjahres oder, sofern die Gratifikation die Monatsvergütung übersteigt, vor dem 30. Juni des auf die Auszahlung folgenden Kalenderjahres ausscheidet.

Eine gewährte Gratifikation ist zurückzuzahlen, wenn der Angestellte aufgrund eigener Kündigung oder aufgrund von ihm zu vertretender außerordentlichen oder ordentlicher verhaltensbedingter Kündigung des Praxisinhabers vor dem 31. Dezember des Anspruchsjahres ausscheidet.

§ 8 Gehaltspfändung und -abtretung

1. Die Verpfändung oder Abtretung der Vergütung ist nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Praxisinhabers zulässig.

2. Der Angestellte hat die durch die Pfändung, Verpfändung oder Abtretung erwachsenen Kosten zu tragen.

§ 9 Reisekostenvergütung

Dienstreisen und Dienstfahrten kann der Angestellte nur nach Absprache mit dem Praxisinhaber ausführen. Er ist verpflichtet, über etwaige Fahrten genaue Aufzeichnungen zu führen und Belege vorzulegen. Die Erstattung erfolgt entsprechend den angemessenen Belegen und in Ermangelung dessen, nach den jeweils geltenden steuerlichen Pauschalen.

§ 10 Arbeitsunfähigkeit, Vergütungsfortzahlung

1. Jede Arbeitsverhinderung und deren Grund ist dem Praxisinhaber sofort nach Kenntnis anzuzeigen.

2. Erkrankt der Angestellte länger als zwei Tage, ist spätestens am dritten Tag nach dem Beginn der Arbeitsverhinderung eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer vorzulegen. Eine neue Bescheinigung ist jeweils am Tag nach Ablauf der vorherigen Arbeitsunfähigkeitsdauer zu übermitteln.

3. Bei Arbeitsverhinderung infolge unverschuldeter Krankheit erhält der Angestellte das Monatsgehalt für die Dauer der gesetzlichen Bestimmungen des Entgeltfortzahlungsgesetzes fortgezahlt.

4. Erlangt der Arbeitnehmer infolge einer Verletzung, die zur Arbeitsunfähigkeit führt, Schadensersatzansprüche gegen Dritte, werden diese hiermit an den Praxisinhaber bis zur Höhe der Beiträge abgetreten, die der Praxisinhaber durch die vertraglichen Bestimmungen für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit gewährt.

§ 11 Urlaub

Dem Angestellten wird ein jährlicher Urlaub von _____ Arbeitstagen gewährt. Bei der Festlegung des Urlaubs, die durch den Praxisinhaber im Einvernehmen mit dem Angestellten erfolgt, sind die Belange der Praxis zu berücksichtigen.

§ 12 Beginn und Ende des Anstellungsverhältnisses

1. Das Anstellungsverhältnis beginnt am ________. Der Rücktritt von diesem Vertrag oder seine Kündigung vor Aufnahme der Tätigkeit sind für beide Parteien ausgeschlossen.

2. Es wird eine Probezeit bis zum _________________ vereinbart. Während der Probezeit kann das Anstellungsverhältnis innerhalb der gesetzlichen Fristen für die Probezeit gekündigt werden.

3. Das Anstellungsverhältnis endet spätestens mit Ablauf des Monats, in dem der Angestellte sein 67. Lebensjahr vollendet.

4. Während der Vertragslaufzeit kann das Anstellungsverhältnis von beiden Vertragsparteien mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Quartalsende gekündigt werden.

5. Eine verspätet zugegangene Kündigung gilt als Kündigung für den nächstzulässigen Zeitpunkt. Eine fristlose Kündigung gilt vorsorglich auch als fristgemäße Kündigung für den nächstzulässigen Zeitpunkt.

6. Jede Kündigung muss schriftlich erfolgen.

7. Während der Kündigungsfrist ist der Praxisinhaber berechtigt, den Angestellten unter Fortzahlung der Bezüge und unter Anrechnung etwaiger restlicher Urlaubsansprüche von der Arbeit freizustellen. Entsprechendes gilt nach einverständlicher Beendigung des Anstellungsverhältnisses.

§ 13 Ausschlussfristen

1. Alle Ansprüche aus dem Anstellungsverhältnis und solche, die mit dem Anstellungsverhältnis in Verbindung stehen, sind innerhalb von 6 Monaten nach Fälligkeit, spätestens jedoch innerhalb von 3 Monaten nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses, geltend zu machen. Ansprüche, die nicht innerhalb dieser First geltend gemacht werden, sind verwirkt.

2. Lehnt die Gegenpartei den Anspruch ab oder erklärt sie sich nicht innerhalb von einem Monat nach der Geltendmachung des Anspruches, so verfällt dieser, wenn er nicht innerhalb von drei Monaten nach der schriftlichen Ablehnung oder dem Fristablauf gerichtlich geltend gemacht wird.

§ 14 Schlussbestimmungen

1. Änderungen und Ergänzungen sind nur wirksam, wenn sie schriftlich erfolgen

2. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages und/oder seiner Änderungen bzw. Ergänzungen nicht wirksam sein, so wird dadurch die Wirksamkeit des Vertrages im übrigen nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung wird durch eine wirksame ersetzt, die dem wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt.

Ort, Datum, Unterschriften

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