Arbeitsverträge für Aushilfen, freie Mitarbeiter und geringfügig Beschäftigte, Minijobs

Beratungsleistungen

Wir beraten Sie bei der Gestaltung, Prüfung und Beendigung Ihrer Arbeitsverträge. Hier können Sie sich hier über weitere Beratungsleistungen bzgl Arbeitsrecht informieren.

Jetzt Angebot anfordern

Muster und Erläuterungen

Inhaltsübersicht

Allgemeines

Das deutsche Recht unterscheidet bei einer geringfügigen Beschäftigung (auch "Minijob") zwischen der geringfügig entlohnten und der kurzfristigen Beschäftigung. Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse müssen wie andere Beschäftigungsverhältnisse der Sozialversicherung gemeldet werden.

Geringfügig entlohnte Beschäftigung

Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt (SGB IV, SGB III, darüber Niedriglohn-Job). Der Arbeitnehmer ist nach § 8 I Nr.1 SGB IV bis zu dieser Grenze von der Sozialversicherung befreit (außer Rentenversicherung, s.u.).

Der Arbeitgeber hat für geringfügig Entlohnte, die in dieser Beschäftigung versicherungsfrei oder nicht versicherungspflichtig sind, dennoch Pauschalabgaben für Krankenversicherung, Rentenversicherung, Lohnsteuer, Kirchensteuer u. Solidaritätszuschlag und Umlagen zu zahlen.

In der Regel werden die Pauschalabgaben vom Arbeitgeber getragen, so dass der Arbeitnehmer sein Arbeitsentgelt brutto für netto erhält. Die gesetzlichen Regelungen schließen eine Abwälzung der Pauschalsteuer auf den Arbeitnehmer jedoch nicht aus. Die Pauschalabgaben muss der Arbeitgeber an die zentrale Einzugstelle, die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (auch Minijob-Zentrale genannt), zahlen. Diese teilt dann den Pauschalbeitrag auf die einzelnen Versicherungszweige und die Steuern auf.

Wenn nichts anders vereinbart ist, muss der Arbeitgeber bei einem Minijob Beiträg des Arbeitnehmers zur Rentenversicheurng einbehalten und abführen. Der Arbeitnehmer kann sich jedoch auf Antrag von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreien lassen. Der Antrag ist schriftlich beim Arbeitgeber zu stellen.

Kurzfristige Beschäftigung

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Beschäftigung im Laufe eines Kalenderjahres seit ihrem Beginn auf nicht mehr als zwei Monate oder insgesamt 50 Arbeitstage begrenzt ist. Man geht vom 2-Monats-Zeitraum aus, wenn die Beschäftigung an mindestens 5 Tagen pro Woche ausgeübt wird. Bei Beschäftigungen von regelmäßig weniger als 5 Tagen pro Woche geht man bei der Prüfung der Kurzfristigkeit von 50 Arbeitstagen aus.

Bei kurzfristigen Minijobs, die nicht berufsmäßig ausgeübt werden, sind keine Sozialabgaben zu leisten, jedoch ist eine Pauschalsteuer in Höhe von 25 % an das Finanzamt zu entrichten bzw. über die Steuerkarte abzurechnen.



Der Inhalt ist urheberrechtlich geschützt! Die Verwendung ist nur nach vorherigem kostenpflichtigem Erwerb der Nutzungsrechte als Einzeldokument oder Zugang zur Datenbank gestattet.

Haben Sie Fragen zu Aushilfen, Geringfügig Beschäftigte? Wir beraten Sie gern anwaltlich bei der Gestaltung. Sie können auch in unserem ExpertenForum fragen.